Lockdown 2.0

Diese neuen Corona-Massnahmen gelten ab heute

17. Januar 2021, 17:14 Uhr
Arbeit, Läden, Maske, Freizeit: Diese Massnahmen gelten ab heute.
© PilatusToday
Der Bundesrat hat die bestehenden Massnahmen um fünf Wochen verlängert und zusätzlich einschneidende Massnahmen beschlossen. Diese gelten ab heute. Wir haben die Übersicht.

Die im Dezember beschlossenen Massnahmen werden um fünf Wochen bis Ende Februar verlängert. Restaurants sowie Kultur-, Sport- und Freizeitanlagen bleiben also geschlossen. Der Bundesrat verschärft zudem ab dem Montag, 18. Januar die nationalen Massnahmen.

Das hat der Bund beschlossen.

© Screenshot / BAG

Werbung

Quelle: CH Media Video Unit

Läden mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs sind geschlossen

Einkaufsläden und Märkte werden geschlossen. Ausgenommen sind Läden, die Güter des täglichen Bedarfs anbieten. Das Abholen von bestellten Waren ist ebenfalls weiterhin möglich.

Sind Tankstellenshops jetzt wieder länger geöffnet?

Die Regelung, dass Läden, Tankstellenshops und Kioske nach 19 Uhr sowie sonntags geschlossen bleiben müssen, wird aufgehoben.

Was sind «Güter des täglichen Bedarfs»?

Der Bundesrat hat hier eine sehr detaillierte Liste zur Verfügung gestellt.

Offen bleiben können Einkaufsläden (inkl. Kioske und Tankstellenshops) und Märkte, die Güter des täglichen Bedarfs anbieten, und dazu gehören in erster Linie Lebensmittel, aber auch eine Reihe weiterer Produkte, nämlich:

  • Drogerieprodukte wie Seife, Deo, Parfum, Hautcreme, Kosmetika oder Windeln
  • Koch- und Essgeschirr, Kochutensilien
  • Wasch- und Reinigungsmittel
  • Zeitungen, Papier- und Schreibwaren
  • Pflanzen und Blumen
  • Bau- und Gartenartikel
  • Fotoverbrauchsartikel, Akkus und Batterien
  • Tiernahrung und Produkte zur Tierhygiene

Werbung

Quelle: CH Media Video Unit

Der Kauf von Kleidern und Schuhen ist also vorläufig nicht mehr möglich?

Der Verkauf von Kleidern wie Jacken, Pullover, Hosen oder Schuhen ist verboten. Einzig Strumpfwaren, Unterwäsche und Babybekleidung dürfen verkauft werden.

Der Kleiderladen macht zu, aber die Skigebiete bleiben offen?

Über die Öffnung von Skigebieten und Hotels entscheiden weiterhin die Kantone. Sie dürfen die Öffnung nur erlauben, wenn es die epidemiologische Lage zulässt und bei genügend Kapazitäten von Tests, Contact Tracing und Spitälern. Après-Ski ist verboten.

Diese Regeln musst du beachten.

Werbung

Quelle: CH Media Video Unit

Was hat denn konkret noch offen?

Kioske, Bäckereien, Tankstellenshops, Apotheken, Optiker, Hörgeräteläden, Telekomanbieter-, Reparatur- und Unterhaltsgeschäfte, Wäschereien, Coiffeursalons, Bau- und Gartengeschäfte sowie Blumenläden dürfen offen bleiben. Dienstleister wie Coiffeursalons, Poststellen, Banken, Reisebüros, Solarien und Waschboxen müssen zwischen 19 und 6 Uhr sowie sonntags schliessen – auch in Bahnhöfen und Flughäfen.

Menschenansammlungen auf 5 Personen reduziert

Das Privatleben der Menschen wird weiter eingeschränkt. Neu dürfen sich höchstens noch fünf Menschen treffen, Kinder mitgezählt. Die Vorschrift gilt im privaten Raum ebenso wie in der Öffentlichkeit. Empfohlen wird, private Zusammenkünfte auf zwei Haushalte zu beschränken.

Home-Office-Pflicht

Es gilt neue eine Home-Office-Pflicht, wo dies «mit verhältnismässigem Aufwand» umsetzbar ist. Der Arbeitgeber schuldet den Arbeitnehmenden dabei aber keine Auslageentschädigung etwa für Strom- oder Mietkosen. Was du zur Home-Office-Pflicht wissen musst, ist hier ausführlich erklärt.

Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Falls die Home-Office-Pflicht nicht eingehalten werden kann, gilt in allen Innenräum eine Maskenpflicht, sobald sich mehr als eine Person darin befindet.

Besserer Schutz besonders gefährdeter Personen

Gefährdete Personen sollen Home-Office machen oder einen gleichwertigen Schutz am Arbeitsplatz erhalten. Wenn dies nicht möglich ist, werden besonders gefährdete Personen unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreit. Es besteht in diesem Fall ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

Werden die Schulen geschlossen?

Bei den Schulen bleibt alles beim Alten. Die Primar- und Sekundarschulen bleiben offen. An Hochschulen muss weiterhin im Fernunterricht gelehrt werden. Ob Schulen schliessen sollen oder nicht, dürfen die Kantone selbst entscheiden. Das BAG wird mögliche Verschärfungen im Schulbereich prüfen, wenn die Fallzahlen nicht sinken.

Bundesrat lockert die Härtefallbedingungen

Mit den drastischen Verschärfungen der Corona-Massnahmen hat der Bundesrat auch neue Finanzhilfen beschlossen. Betriebe, die seit November während mindestens vierzig Tagen schliessen mussten, sollen unbürokratisch an Geld kommen - spätestens im Februar.

Die konkrete Ausgestaltung der Härtefallhilfe liegt in der Verantwortung der Kantone. Sie prüfen auch die Gesuche im Einzelfall. Heute müssen betroffene Betriebe aber strenge Kriterien erfüllen, um an Geld zu kommen. Der Bundesrat lockert die Bedingungen nun, wie er am Mittwoch mitteilte. Kurz: Geschlossene Unternehmen müssen weniger Nachweise erbringen als «normale» Härtefälle.

Werbung

Quelle: CH Media Video Unit

Wie viel Geld bekommen die Betriebe?

Die Obergrenzen für À-fonds-perdu-Beiträge werden von 10 auf 20 Prozent des Umsatzes beziehungsweise von 500'000 auf 750'000 Franken je Unternehmen erhöht. Die Kantone können die absolute Obergrenze der Hilfe unter Bedingungen sogar auf 1,5 Million Franken erhöhen. Damit sollen Unternehmen mit hohen Fixkosten besser berücksichtigt werden können.

Bis wann gelten die Bestimmungen?

Sie gelten ab dem Montag 18. Januar und vorerst bis am 28. Februar.

Die Menschen sind weiterhin aufgefordert, zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. Auf nicht notwendige Reisen und Ausflüge sollen sie verzichten.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. Januar 2021 16:25
aktualisiert: 17. Januar 2021 17:14