Maurers Rücktritt

Diesen Bundesrat wird Bern noch vermissen

Matthias Steimer, 30. September 2022, 19:52 Uhr
Bundeshaus-Korrespondent Matthias Steimer zieht eine Kurzbilanz zu Ueli Maurers Amtszeit.

Quelle: Bundeshaus-Redaktion

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Ueli Maurer wurde im Dezember 2008 nur haarscharf in den Bundesrat gewählt. Seine Gegner trauten ihm nicht zu, seine Rolle als Parteipräsidenten abzulegen und sich vom Hause Blocher zu emanzipieren. Sie haben sich geirrt.

Ueli Maurer wurde zu einer respektierten Persönlichkeit mit Dossierkenntnis, ein Regierungsmitglied, das vor allem für gesunde Finanzen sorgte. Weniger erfolgreich war der bald 72-Jährige bei Volksabstimmungen. Er hat viele Vorlagen verloren, vom Kampfjet Gripen bis zu zahlreichen Steuerreformen.

Mit seinem eigenwilligen Verhalten ritzte er immer wieder das Kollegialitätsprinzip. Trotzdem wird ein Original wie Ueli Maurer, der als Bundesrat auch mal «Aff» in die Kamera sagt, noch vermisst werden in Bern.

Quelle: Bundeshaus-Redaktion
veröffentlicht: 30. September 2022 18:58
aktualisiert: 30. September 2022 19:52