Anzeige
Fetisch

Dominik steht darauf, von Frauen abgezockt zu werden

Mario Trlaja, 25. Mai 2021, 11:50 Uhr
Dominik* hat ein grosses Geheimnis. Von acht bis fünf arbeitet der 29-Jährige bei einer grossen Schweizer Bank. Privat hat er besondere sexuelle Vorlieben, von denen niemand wissen darf. Dominik mag es, von Frauen finanziell ausgenutzt zu werden, auch wenn ihn deswegen manchmal üble Gedanken plagen.
Bei einem «Cash & Go» drückt der Sklave seiner Herrin Geld in die Hand und verschwindet wieder.
© Getty Images

Unser Bericht über Geldherrin Mia hat es Dominik angetan. Er will von uns wissen, wie er die junge «Finanz-Domina» kontaktieren kann, die im Internet Männer abzockt. «Ich bin ein Geldsklave und mag es, von Frauen finanziell ausgenutzt zu werden», schreibt uns Dominik in einem Mail. Nach einem kurzen Gespräch ist er dazu bereit, über sein Leben als Geldsklave zu erzählen.

Seit Jahren lebt Dominik seine Neigung als Geldsklave aus. Vor der Pandemie besuchte der Berner auch regelmässig klassische Dominas für Erniedrigungs- und Fussfetisch-Sessions. Daneben hat er verschiedenen Geldherrinnen gedient, also ihnen Geld geschenkt ohne Gegenleistung. Während sich ein grosser Teil der so genannten «Findom»-Szene im Internet abspielt, steht Dominik darauf, seinen Herrinnen bei einem persönlichen Treffen Geld in die Hand zu drücken. Ein grosser Kick für Dominik, erzählt er.

Dominiks Chatverlauf auf Twitter zeigt, mit wie vielen Geldherrinnen er in Kontakt ist. 

© zVg

«Vor dem ersten Treffen bin ich dann immer sehr aufgeregt, und gespannt wie die Herrin denn sein wird. Wie wird sie mit mir sprechen? Wie wird sie gekleidet sein? Wird sie mich beleidigen und erniedrigen?»

Manchmal gibt's Ohrfeigen zur Belohnung

Was danach folgt ist meistens ein sogenanntes «Cash & Go», wobei Dominik vor seiner Herrin kniet und ihr einen Geldumschlag überreicht, oder aber er begleitet seine Herrinnen auf Shopping-Tour. «Es gibt Herrinnen, die mir dann Ohrfeigen geben als Belohnung oder mich anspucken und mir in die Eier treten. Oder ich darf ihre Schuhe oder Füsse küssen und massieren als Belohnung. Bei der Shopping-Begleitung durfte ich auch helfen, die Schuhe anzuprobieren oder die Taschen zu tragen», erzählt Dominik. Sex gebe es natürlich keinen, einmal habe er jedoch einen getragenen Tanga als Belohnung erhalten.

Wieso will der 29-jährige Berner Banker unbedingt Geldherrin Mia aus unserem ersten Bericht kennenlernen? Für ihn, der sich gerne im echten Leben mit Finanz-Dominas trifft, sei es nicht einfach, Geldherrinnen aus der Schweiz zu finden. «Im Internet treiben sich viele Herrinnen aus Deutschland rum, Schweizerinnen gibt es nicht so viele. Da musste ich einfach versuchen, Mia zu kontaktieren.»

Bis 1'000 Franken im Jahr für seine Herrinnen

So offen Dominik mit uns über seine Vorlieben spricht, im Privaten schämt er sich für seine Neigung, die er vor seinem Umfeld streng geheim hält. «Ich finde das auch erbärmlich von mir, jedoch kann ich es nicht ändern.»

Es ist genau dieser erniedrigende Aspekt, der Dominik beim «Findom» anmacht. «Wenn die Herrin mein Geld erhält, ohne wirklich etwas dafür gemacht zu haben und ich dafür mehrere Stunden hart arbeiten musste, dann hat das schon etwas. Ich mag es, wenn mich die Herrin sogar auslacht, beleidigt und mir sagt, was für eine erbärmliche Zahlsau ich bin», so der Bankangestellte.

Bis zu 1'000 Franken pro Jahr gibt Dominik für Geldherrinnen aus, pro Treffen seien es 100 bis 300 Franken. Geldprobleme hat er wegen seinem Fetisch nicht, Dominik kann sich kontrollieren, damit die Geldbeträge nicht ausarten, sagt er. Nach den Treffen kehrt aber auch bei Dominik die Reue ein.

Wenn der Single in einer festen Beziehung ist, verspürt Dominik keinen Drang, «Findom» zu praktizieren. «Wenn ich eine Freundin habe, dann lieben und respektieren wir uns gegenseitig. Ich fände es meiner Partnerin gegenüber nicht fair, heimlich Geldherrinnen zu dienen oder Dominas zu besuchen.»

*Name der Redaktion bekannt.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. Mai 2021 11:52
aktualisiert: 25. Mai 2021 11:50