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CS-Studie

Eigenheim bleibt für viele Junge wohl ein Wunschtraum

2. Juni 2021, 10:30 Uhr
Für viele junge Erwachsene in der Schweiz dürfte der Erwerb eines Eigenheims ein Traum bleiben. Unter anderem sind die Preise für Wohneigentum zu hoch.(Archivbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Mehr als drei Viertel der jungen Erwachsenen träumen vom Erwerb eines eigenen Hauses oder einer eigenen Wohnung. Allerdings dürfte es wohl in vielen Fällen beim Traum bleiben, schreiben die Ökonomen der Credit Suisse (CS) in einer Studie.

Dass in einer Umfrage von 2020 insgesamt 77 Prozent der Jugendlichen ein Bekenntnis zum Eigenheim abgegeben hätten, sei «eindrücklich», schreiben die CS-Ökonomen in dem am Mittwoch veröffentlichten «Immobilienmonitor Schweiz». Dies nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Schweiz mit 36,4 Prozent eine der tiefsten Wohneigentumsquoten der Welt aufweise.

Die hohen Preise, eine geringe Bautätigkeit und eine starke Regulierung bei der Wohneigentumsfinanzierung dürften diesen Traum für viele junge Erwachsene ausser Reichweite rücken. Immer weniger der 30- bis 50-Jährigen gelinge der Erwerb von Wohneigentum noch, stellen die CS-Experten fest. «Für die Generationen Y und Z bedeutet dies, dass der Traum vom Eigenheim vielfach ein Wunsch bleiben wird.»

Beliebtes «Hotel Mama»

Die teuren Mieten und längere Ausbildungszeiten sorgen derweil dafür, dass eine Mehrheit der unter 25-Jährigen noch im Elternhaus wohnt. Weil die Jugendlichen sich vermehrt für höhere und längere Ausbildung entscheiden, erfolge der Einstieg in das Berufsleben später, ebenso wie auch die Familiengründung.

Ziehen die jungen Erwachsenen dann aus dem «Hotel Mama» aus, so zieht es sie oft in die Städte oder zumindest in die Agglomerationsgemeinden. Am häufigsten ziehen sie dann mit einem Partner zusammen, ein Viertel ziehe in einen Einpersonenhaushalt um und immerhin ein Sechstel wähle eine Wohngemeinschaft. Die «WG» habe seit Anfang des Jahrzehnts deutlich an Popularität gewonnen.

Neben der Wohngemeinschaft hätten sich auch weitere neue Wohnformen wie Studentenwohnheime, «Mikroapartments» und «Co-Living» etabliert - eine Grundkonstante dabei sei ein urbanes Umfeld und die effiziente Nutzung des knappen Wohnraums. Diese Wohnformen würden auch bereits von Investoren auf der Suche nach Alternativen mit Interesse aufgegriffen, so die CS.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Juni 2021 10:20
aktualisiert: 2. Juni 2021 10:30