Trauriges Jubiläum

Ein Jahr Corona-Pandemie: Der grosse Videorückblick

23. Februar 2021, 14:37 Uhr
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Quelle: sda / PilatusToday

Seit einem Jahr prägt die Corona-Pandemie unser Leben. In zwei Wellen hat die Pandemie seit dem 25. Februar 2020 in der Schweiz über 9'000 Menschen getötet und auch auf das öffentliche Leben hatte das Virus grosse Auswirkungen. Eine Übersicht der wichtigsten Ereignisse.

Februar 2020

25. Februar: Erster bestätigter Fall von Covid-19 in der Schweiz.

27. Februar: Start der Präventionskampagne des BAG gegen das Coronavirus: Hände waschen, in den Ellbogen oder ein Taschentuch husten und niesen und bei Husten und Fieber zu Hause bleiben. Masken sind noch kein Thema.

28. Februar: Der Bundesrat verbietet alle Veranstaltungen mit mehr als 1'000 Personen in der Schweiz.

März 2020

5. März: Erster Coronavirus-bedingter Todesfall in der Schweiz.

13. März: Bereits über 1'000 bestätigte Coronavirus-Fälle. Der Bundesrat stellt der unter der Pandemie leidenden Wirtschaft vorerst 10 Milliarden Franken zur Verfügung.

14. März: In mehreren Städten kommt es zu Hamsterkäufen. Das Tessin schliesst als erster Kanton alle Restaurants, Bars und Geschäfte mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken.

16. März: Der Bundesrat versetzt das Land in den Ausnahmezustand. Schulen werden bis vorerst 4. April geschlossen. Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind verboten.

Aus Daniel Koch, Leiter der Abteilung «Übertragbare Krankheiten» beim Bundesamt für Gesundheit, wird «Mr. Corona».

© Keystone

17. März: Bis auf Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Drogerien werden alle Geschäfte geschlossen. Der Bund rät Laien davon ab, Gesichtsmasken zu tragen.

19. März: Der öffentliche Nahverkehr wird schrittweise ausgedünnt. Detailhändler beschränken die Anzahl Kunden.

20. März: Versammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Der Bundesrat schnürt ein 40 Milliarden Franken schweres Hilfspaket für die Wirtschaft. Desinfektionsmittel und Schutzmaterial sind Mangelware. Nicht notfallmässige Operationen in Spitälern werden verboten.

PilatusToday-Reporter Joël Brunner macht auf dem Höhepunkt des Lockdowns diese eindrücklichen Drohnenbilder in der Stadt Luzern, die wie ausgestorben wirkt.

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Quelle: Tele1

April 2020

4. April: Rund 1,3 Millionen Menschen befinden sich inzwischen in Kurzarbeit. Dies ist fast jeder vierte Erwerbstätige.

11. April: Die Ansteckungszahlen gehen auf 500 bis 700 neue Corona-Fälle pro Tag zurück.

29. April: In der bisher grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz werden in 35 Flügen über 7'000 Menschen in die Schweiz zurückgeholt.

Ein Wochenende mit schönem Wetter bringt die Polizei dazu, beliebte öffentliche Plätze und Promenaden abzusperren. Das Resultat ist eine menschenleere Zentralschweiz.

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Quelle: Tele 1

Mai 2020

11. Mai: Neben den obligatorischen Schulen dürfen auch Läden, Cafés, Restaurants, Fitnesscenter, Bibliotheken und Museen wieder öffnen.

20. Mai: Der Bundesrat beschliesst, weitere 14,2 Milliarden Franken in die Arbeitslosenversicherung einzuschiessen.

Juni 2020

6. Juni: Kinos, Theater, Zoos, Skilifte, Campingplätze und Schwimmbäder können den Betrieb wieder aufnehmen. Die 30-Personen-Grenze für Veranstaltungen wird durch eine 300-Personen-Obergrenze ersetzt.

15. Juni: Die Schweiz öffnet ihre Grenzen zu allen EU-Mitgliedsstaaten und Grossbritannien wieder.

22. Juni: Der Bundesrat kündigt weitere Lockerungen an. Versammlungen von bis zu 1'000 Personen sind unter Einhaltung von Schutzkonzepten erlaubt.

Von ihren Balkonen haben die Menschen für das Gesundheitspersonal geklatscht. 

© Keystone

Juli 2020

1. Juli: Der Bundesrat ordnet eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr an.

28./29. Juli: Die Neuansteckungen steigen innerhalb eines Tages markant an.

August 2020

6. August: Angehörige von Staaten ausserhalb des Schengenraums dürfen nicht in die Schweiz einreisen – mit Ausnahme von vorerst 20 Ländern. Damit bestehen Corona-bedingte Einreisesperren für 160 Länder.

September 2020

11. September: Wer aus einer Grenzregion eines Nachbarlandes einreist, muss nicht in eine zehntägige Quarantäne – auch dann nicht, wenn die Region hohe Fallzahlen aufweist.

Mittlerweile tanzt die ganze Welt zum Lied Jerusalema von Master KG. Das Lied gibt vielen Menschen Hoffnung in der Krise.

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Quelle: FM1Today

Oktober 2020

1. Oktober: Grossanlässe mit über 1'000 Personen sind wieder erlaubt. Es gelten jedoch strenge Auflagen.

7./8. Oktober: Die Ansteckungszahlen steigen schweizweit auf über 1'000 pro Tag. Das Tessin reagiert mit Schliessungen von Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen.

19. Oktober: Die Maskentragpflicht wird ausgeweitet auf alle geschlossenen öffentlichen Innenräume, einschliesslich Bahnsteige, Bushaltestellen und Flughäfen.

23. Oktober: Zahlreiche Kantone fahren angesichts weiter steigender Fallzahlen die Freizeitaktivitäten und das Privatleben massiv herunter und dehnen die Maskenpflicht aus.

November 2020

4./5./6. November: Die Zahl der Neuinfektionen steigen schweizweit auf über 10'000 pro Tag. Neuenburg, Waadt, Freiburg und Wallis schliessen Bars und Restaurants.

13. November: Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat von Moderna ein drittes Zulassungsgesuch für einen Corona-Impfstoff erhalten. Mitte Oktober hatte Pfizer/Biontech ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff eingereicht und bereits Anfang Oktober Astrazeneca.

24. November: Die Zahl der Neuansteckungen halbiert sich innert zweier Wochen.

Dezember 2020

1. Dezember: Der Bund definiert die Impfstrategie: Zuerst sollen Risikopatienten und -Personen geimpft werden.

9. Dezember: Die Vereinigte Bundesversammlung gedenkt in einer Schweigeminute der Covid-Toten in der Schweiz.

12. Dezember: Auf Anordnung des Bundesrates werden schweizweit Restaurants, Bars, Geschäfte, Märkte, Museen, Bibliotheken, Freizeit- und Sportzentren zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens geschlossen – Beginn des zweiten Lockdowns.

19. Dezember: Swissmedic erteilt die Zulassung für den Pfizer/Biontech-Impfstoff. Es ist der erste in der Schweiz zugelassene Impfstoff gegen Coronaviren.

22. Dezember: Schweizer Skigebiete dürfen mit kantonaler Genehmigung öffnen. Die Nachbarländer, mit Ausnahme von Österreich, schliessen ihre Skigebiete.

23. Dezember: Impfstart in der Schweiz: Als erste Person wird eine 90-jährige Frau im Kanton Luzern geimpft. Auch in vier weiteren Kantonen erhalten Senioren die ersten Impfungen.

Die 90-jährige Luzernerin erhält als erste Schweizerin den Corona-Impfstoff. 

© KEYSTONE/URS FLUEELER

24. Dezember: Die neue Variante des Coronavirus aus Grossbritannien wird in der Schweiz in zwei Proben von Briten nachgewiesen, die in der Schweiz positiv getestet wurden. Die Rückführung britischer Touristen beginnt.

27./28. Dezember: In der Schweiz ist in zwei Proben die Coronavirus-Variante aus Südafrika gefunden worden. In Basel wird das erste Impfzentrum der Schweiz eröffnet.

30. Dezember: Covid-19 hat bisher über 7'000 Todesopfer in der Schweiz gefordert.

Januar 2021

12. Januar: Der Verein «Freunde der Verfassung» reicht ein von knapp 90'000 Personen unterzeichnetes Referendum gegen das Covid-19-Gesetz ein, das die vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen gegen die Pandemie auf gesetzliche Basis stellt. Das Gesetz gilt bis Ende 2021. Swissmedic erteilt dem zweiten Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna die Zulassung für die Schweiz.

13. Januar: Der Bundesrat verlängert die Corona-Massnahmen um fünf Wochen bis Ende Februar und beschliesst weitere Massnahmen. Offen bleiben die obligatorischen Schulen. Betriebe erhalten zusätzliche Finanzhilfen des Bundes.

15. Januar: Der US-Pharmakonzern Pfizer senkt die Liefermenge des gemeinsam mit der deutschen Biontech entwickelten Impfstoffes nach Europa und in die Schweiz.

18./19. Januar: Die neuen strengeren Corona-Schutzmassnahmen treten in Kraft. Unter anderen müssen Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, schliessen. Rund 110'000 Impfungen sind bisher verabreicht worden.

25. Januar: Fast tausend Ansteckungen mit mutierten Coronaviren sind in der Schweiz festgestellt worden. Erste Kantone müssten wegen verzögerter Lieferungen von Impfstoff ihre Impfpläne anpassen.

Februar 2021

3. Februar: Der Bund schliesst mit drei Pharmafirmen weitere Verträge für die Lieferung von insgesamt 17 Millionen Impfdosen ab.

7. Februar: In der Schweiz gelten für Reisende aus dem Ausland teils schärfere Bestimmungen. Vor dem Abflug in die Schweiz müssen alle einen negativen Corona-Test vorweisen.

8. Februar: 4'138 Infektionen mit mutierten Coronaviren sind bisher sequenziert worden. In der Schweiz ist erstmals die brasilianische Mutation des Coronavirus registriert worden.

14. Februar: Der Druck auf den Bundesrat für Lockerungen der Corona-Massnahmen wächst auf breiter Front. Wirtschaft, Kantone und Westschweizer Kulturkreise fordern erste Lockerungen auf Anfang März. Immer mehr Kantone führen vorsorgliche Massentests durch.

15. Februar: In Einsiedeln treffen sich trotz der Absage der Fasnacht und dem geltenden Veranstaltungsverbot über 1'000 Personen zum traditionellen Sühudiumzug. Erst als die Polizei Bussen verteilte, löste sich die Versammlung der Fasnächtler auf.

Ab 1. März sollen nach dem Willen des Bundesrates Läden, Museen und Zoos wieder öffnen. Treffen mit 15 Personen sollen im Freien wieder möglich sein. Geschlossen bleiben sollen Restaurants. Definitiv über die Lockerungen entschieden wird am 24. Februar.

Quelle: sda/PilatusToday
veröffentlicht: 23. Februar 2021 06:16
aktualisiert: 23. Februar 2021 14:37