Armee

«Ein trauriger Tag für die Armee»: Rekrut stirbt während Leistungsmarsch

14. Juli 2020, 16:16 Uhr
Der Rekrut war nach einem Leistungsmarsch im Ziel nicht eingetroffen und später leblos aufgefunden worden.
© Martin Ruetschi / Keystone
Am Dienstagvormittag ist ein Rekrut der Grenadierschule in Isone (TI) während eines 6,5-Kilometer-Leistungsmarsches nicht im Ziel eingetroffen. Nach einer kurzen Suchaktion wurde er leblos neben der Strecke aufgefunden. Trotz Wiederbelebungsversuchen verstarb der Rekrut.

Bei der Reanimation waren Kader sowie eine rasch eingetroffene Rega-Crew beteiligt.

Der Zug sei zwar miteinander gestartet, nachher waren die Rekruten individuell unterwegs, wie die Armee mitteilte. «Es ist ein trauriger Tag für die Armee», sagt Hofer. Die Angehörigen seien informiert worden. Die Kameraden des verstorbenen Rekruten werden von einem CARE-Team betreut.

Die Militärjustiz habe eine Untersuchung aufgenommen. Weitere Auskunft bezüglich des Alters oder der Herkunft des verstorbenen Rekruten gebe die Armee derzeit nicht, sagt Sprecher Stefan Hofer auf Anfrage. Auch weshalb die Kameraden den am Boden liegenden Rekruten nicht bemerkt hätten, kann Hofer nicht beantworten. «Zum jetzigen Stand der Untersuchungen wäre alles reine Spekulation.»

Die Grenadier-RS gilt als eine der herausforderndsten Ausbildungen im Schweizer Militär. Dabei werden die Rekruten unter anderem auch in Nah- und Häuserkampf geschult. Voraussetzung für eine Aufnahme in eine solche Truppe ist ein sehr gutes Ergebnis beim Sporttest an der Aushebung. Die Ausbildung dauert 23 Wochen. Die entsprechende Sommer-RS ist erst am 6. Juli gestartet.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 14. Juli 2020 14:34
aktualisiert: 14. Juli 2020 16:16