Gewitternacht

Erdrutsche und geflutete Keller in Schwyz

11. Juli 2020, 12:46 Uhr
Blitz und Donner im Kanton Schwyz: Ein heftiges Gewitter in der Nacht auf Samstag führte zwischen Brunnen und Gersau zu einem Erdrutsch. (Symbolbild)
© KEYSTONE/ARNO BALZARINI
Am Freitagnachmittag und -abend sind einzelne schwerere Gewitter über die Schweiz gezogen. In der Folge kam es zwischen Brunnen und Gersau und in Lauerz zu Erdrutschen. Die entsprechenden Strassen wurden für den Privatverkehr gesperrt.

Die Musik spielte zunächst in den Alpen und im Süden, wie es Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie am Freitag auf seiner Website formulierte. Die ersten Schauer entwickelten sich kurz nach dem Mittag im westlichen Berner Oberland, kurze Zeit später entluden sich vom östlichen Berner Oberland bis zum Gotthardgebiet Gewitter.

Erdrutsche in Schwyz

Damit verbunden waren kräftige Regengüsse, Hagel und Sturmböen. Auch in der Nacht regnete es zum Teil kräftig weiter. Am meisten Niederschlag gab es im Kanton Schwyz. Dort erreichte die Regenmenge in Oeriberg einen Wert von 80 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht ungefähr einem Drittel der normalerweise im ganzen Juli zu erwartenden Niederschlagsmenge. In Gersau und Sattel betrug die Regenmenge 74 Liter.

Wegen eines über die Ufer getretenen Baches musste die Hauptstrasse zwischen Gersau und Brunnen gesperrt werden, wie die Kantonspolizei am Samstag mitteilte. Unterdessen ist die Strecke aber wieder befahrbar. Wie die Kantonspolizei Schwyz auf Anfrage von PilatusToday am frühen Morgen mitteilte, sei nicht massiv viel Geröll auf die Strasse geraten.

In der Nacht seien aber mehrere Feuerwehren ausgerückt, um ein paar Keller auszupumpen. In Lauerz sei aufgrund eines Hangrutsches die Bergstrasse ab der Verzweigung Langerlistrasse bis voraussichtlich am frühen Samstagabend gesperrt.

Gewitterböen mit über 100 Kilometer pro Stunde Geschwindigkeit

Weniger Regen fiel inneralpin und im Süden. In der Nordwestschweiz blieb es sogar gänzlich trocken. Die Kaltfront brachte zum Teil auch Sturmböen und Hagel. Die kräftigste Böe konnte mit 107 km/h in Davos gemessen werden.

Im Verlauf des Samstags sollte sich die Lage beruhigen. Tagsüber waren laut MeteoNews im Mittelland und etwas verzögert auch entlang der Alpen sonnige Phasen zu erwarten. Mit 19 bis 22 Grad ist es aber deutlich kühler als in den letzten Tagen. Ab Sonntag soll es wieder sonnig werden und die Temperaturen steigen.

Quelle: sda / PilatusToday
veröffentlicht: 10. Juli 2020 21:25
aktualisiert: 11. Juli 2020 12:46