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Pestizidrückstände

Fast ein Viertel der Lebensmittelimporte entspricht nicht dem Gesetz

19. Mai 2020, 17:54 Uhr
Bei der Qualität von importierten Lebensmitteln setzt die Schweiz auf die Eigenverantwortung der Branche. Stichproben zeigen aber: Fast ein Viertel der importierten Ware dürfte eigentlich nicht verkauft werden.
Viele Proben wurden bei Grenzkontrollen entnommen. (Symbolbild)
© Keystone

428 Proben analysierte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen im Jahr 2019. 100 davon entsprachen nicht den gesetzlichen Vorschriften. Das sind 23 Prozent – fast ein Viertel. Mit den Kontrollen werde überprüft, «inwieweit die Lebensmittelbranche ihre Verantwortung wahrnimmt und damit Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände ohne Gesundheitsrisiko verwendet werden können», schreibt das Bundesamt in einer am Dienstag publizierten Meldung.

Die meisten Beanstandungen gab es bei Proteinpulver aus den USA: 76 Prozent der geprüften Importware verstiess gegen Schweizer Vorschriften. Ähnlich sieht es bei Nahrungsergänzungsmitteln aus. Hier beträgt die Beanstandungsquote 71 Prozent. Bei Früchten und Gemüsen aus Asien, die auf verbotene Pestizidrückstände untersucht wurden, lag die Beanstandungsquote je nach Labor bei 20 bis 24 Prozent. Kaum Beanstandungen gab es hingegen bei Palmöl, Mineralwasser und Weizen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. Mai 2020 17:54
aktualisiert: 19. Mai 2020 17:54