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Wegen Corona

Federers Schuh-Investition «On» warnt vor seiner eigenen Pleite

3. Oktober 2021, 06:25 Uhr
Wegen Produktionsausfällen in Vietnam droht der Schuhhersteller On in Schieflage zu geraten. Weil das Land arg unter der Corona-Pandemie leidet und immer wieder Lieferketten unterbrochen werden, warnt das Unternehmen nun sogar vor dem eigenen Konkurs.
Bekannte Beine: Roger Federers Engagement beim Schuh-Hersteller soll gemäss «Blick» rund 50 Millionen Franken betragen.
© Keystone

Im September war die Welt noch in Ordnung beim Schuh-Hersteller On: Viel beachteter Börsengang in New York, mit Roger Federer ein auf der ganzen Welt bekanntes Gesicht, das für die Firma wirbt und das laut dem «Blick» ein Investment von rund 50 Millionen in die Firma gesteckt hat. Dazu ein Aktien-Hoch am 17. September von 39 Dollar. Nun droht die Firma aber abzustürzen, wie die «Sonntagszeitung» berichtet.

Aktienverlust von 25 Prozent

Weil in Vietnam das Coronavirus besonders stark grassiert, habe die Regierung im Land restriktive Massnahmen beschlossen. Viele Fabriken haben demnach schliessen müssen, um die Fallzahlen herunterzudrücken. Da On nach eigenen Angaben fast ausschliesslich in Vietnam produziert, gerät das Unternehmen der Schweizer Gründer David Allemann, Olivier Bernhard und Caspar Coppetti unter Druck. Unterbrüche in der Produktion und Lieferschwierigkeiten sind die Folge.

Bessere Werbung geht nicht – Roger Federer schlägt in seinem «Wohnzimmer» Wimbledon einen Tweener (Schlag zwischen den Beinen hindurch) mit On-Schuhen an den Füssen

© Keystone

Der Schweizer Schuhhersteller wollte gegenüber der Zeitung keine Stellung nehmen, schreibe aber im Börsenprospekt: «Wir erwarten, dass diese Unterbrüche andauern und unser Geschäft, die finanzielle Situation und die operativen Resultate für den Rest des Jahres 2021 und 2022 negativ beeinflussen.» Damit sei nicht nur das wichtige Weihnachtsgeschäft gefährdet, sondern zumindest ein guter Teil der Einnahmen des kommenden Jahres. Es könnte sogar noch schlimmer kommen: On warne vor existenzbedrohenden Auswirkungen und seine Zulieferer. «Jeder der genannten Gründe könnte zu ihrer oder unserer finanziellen Notlage oder zum Konkurs führen.»

Die Aktie brach aufgrund der düsteren Zukunftsprognose denn auch ein. Am Freitag hat sie bei 30,50 Dollar abgeschlossen, 25 Prozent unter der Bestmarke.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 3. Oktober 2021 06:26
aktualisiert: 3. Oktober 2021 06:25