Armee

Gestaffelter Start der Rekrutenschulen unter Covid-Schutzmassnahmen

17. Januar 2022, 16:12 Uhr
Unter besonderen Schutzmassnahmen aufgrund der Corona-Pandemie sind am Montag die ersten Rekrutenschulen 2022 gestartet. Ein Teil der Rekruten und Kader startet im Homeoffice. Rund 1000 Rekrutinnen und Rekruten hatten Probleme beim Einloggen ins Online-Lernprogramm.
Unter besonderen Schutz- und Verhaltensmassnahmen aufgrund der Corona-Pandemie sind am Montag die ersten Rekrutenschulen 2022 gestartet. Die rund 11'200 Rekrutinnen und Rekruten und 2500 Kader rücken gestaffelt und mit einem Covid-19-Test ein. (Archivbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Rund 11'200 Rekrutinnen und Rekruten und 2500 Kader rückten am Montag gestaffelt und mit einem Covid-19-Test in die Rekrutenschulen ein. Zwei Drittel von ihnen rückten in die Kasernen ein.

Das restliche Drittel wird erst am 31. Januar physisch anwesend sein, wie die Armee am Montag mitteilte. Sie absolvieren bis dahin von Zuhause aus ein Online-Lernprogramm und Sportlektionen. Auch ein Drittel des Kaders absolviert die erste Woche des dreiwöchigen Kadervorkurses im Distance Learning.

IT-Probleme bei Lernplattform

Wie bereits im vergangenen Jahr verlief der Start der Lernplattform (LMS) nicht problemlos. Viele Rekruten hatten Probleme mit dem Login der Lernplattform, wie «20Minuten» vermeldete.

Armee-Sprecher Stefan Hofer bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass es ein Problem mit dem First Login gegeben habe. Aus Sicherheitsgründen sei das Initialpasswort für das First Login ins LMS im vergangenen Dezember angepasst worden. Vor diesem Zeitpunkt erstellte LMS Accounts seien hingegen noch mit dem alten Initialpasswort vorkonfiguriert worden. Deshalb könne es vorkommen, dass das angepasste Initialpasswort nicht mehr funktioniere. Mit dem erstmaligen Einloggen ins System sei das Problem dann gelöst.

«Betroffen sind rund 1000 derjenigen Rekrutinnen und Rekruten, die ihre RS am Montag im Distance Learning begonnen haben», erklärte Hofer. Im Brief, den sämtliche Rekrutinnen und Rekruten Anfang Jahr erhalten hätten, sei das Vorgehen erläutert worden, mit dem ein neues Passwort angefordert werden könne. Zudem werde auch auf der Startseite des LMS darauf hingewiesen.

Vor einem Jahr waren bei der Lernplattform zwei Sicherheitslücken entdeckt worden. Die eine Schwachstelle erlaubte es Nutzern, sich Daten anderer Nutzer anzusehen. Die zweite Sicherheitslücke ermöglichte es, Zugriff zu Daten wie E-Mail-Adressen oder Personalnummern anderer Nutzer zu gelangen.

Wie die Armee am Montag weiter mitteilte, rücken positiv getestete Personen nicht ein und beginnen die RS ebenfalls im Distance Learning, falls dies ihr Gesundheitszustand zulässt. Sämtliche Rekrutinnen, Rekruten und Kader werden im Verlauf der ersten Woche nach Einrücken auf Sars-CoV-2 getestet. «Alle Armeeangehörigen werden zudem mindestens den Monat Januar in den Kasernen verbringen müssen», heisst es in der Mitteilung.

Frauenanteil von 3 Prozent

Unter den Rekrutinnen und Rekruten befinden sich 240 Frauen, die den Militärdienst freiwillig absolvieren. Dies entspricht einem Anteil von 3,1 Prozent. Die Zahl der Rekrutinnen sei damit das dritte Jahr in Folge gestiegen. Im Januar 2020 waren es 171 und im Januar 2021 212 Rekrutinnen gewesen. Ausserdem leisten insgesamt 176 Frauen Dienst in einer Kaderfunktion. Der Frauenanteil in der Armee liegt bei knapp über einem Prozent.

Quelle: sda
veröffentlicht: 17. Januar 2022 16:10
aktualisiert: 17. Januar 2022 16:12
Anzeige