Schweiz

Gesundheitsökonom fordert saftige Bussen für Corona-Rebellen

17. November 2020, 05:15 Uhr
Der renommierte Schweizer Gesundheitsökonom Willy Oggier fordert, dass Corona-Rebellen stärker an die Kandare genommen werden. Es brauche eine sofortige gesetzliche Grundlage für saftige Ordnungsbussen, die ohne lange Verfahren ausgestellt werden könnten.
Der renommierte Schweizer Gesundheitsökonom Willy Oggier fordert ein hartes Durchgreifen gegen Corona-Rebellen. (Archivbild)
© KEYSTONE/YOSHIKO KUSANO
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Auch private Sicherheitsdienste und die Bahnpolizei sollten solche Bussen verhängen können. Wer angezeigt werde, weil er die Abstands- und Hygiene-Regeln mutwillig missachte, solle die Verantwortung für sein Handel tragen, sagte Oggier in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen (Dienstagausgabe).

Er schlage vor, die Corona-Rebellen namentlich zu erfassen. Sie sollten im Zweifelsfall bei einer Infektion mit dem Coronavirus kein Bett auf der Intensivstation erhalten, falls es zu Engpässen komme. Ein solches Vorgehen könnte eine Signalwirkung haben. Oft brauche es einen Malus, damit das System funktioniere.

Im europäischen Vergleich der Massnahmen gegen das Coronavirus sollte sich die Schweiz ein Vorbild am österreichischen Kanzler Sebastian Kurz nehmen, sagte Oggier weiter. Kurz sei ein begnadeter Kommunikator. Auf der sachpolitischen Ebene finde er die geplanten Massentests auf das Coronavirus sinnvoll.

Quelle: sda
veröffentlicht: 17. November 2020 05:15
aktualisiert: 17. November 2020 05:15