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Zwei oder vier Wochen?

Gewerkschaft fordert beim Vaterschaftsurlaub Klarheit

30. April 2021, 07:23 Uhr
Seit Anfang Jahr haben frischgebackene Väter zwei Wochen Vaterschaftsurlaub zugute. Viele kannten dies schon vorher, für sie änderte sich nichts. Laut den Gewerkschaften ist das aber falsch.
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Quelle: PilatusToday

Gestützt auf ein rechtliches Gutachten fordern sie eine Anpassung: Wer schon vorher zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hatte, soll jetzt vier Wochen kriegen.

«Für uns ist klar, dass Lösungen, bei denen zusätzliche Elternzeit gesprochen wurde, auch weiterhin zusätzlich bleiben. Diese Forderung bestätigt das Gutachten», so Travail Suisse Präsident Adrian Wüthrich. Ausgestellt wurde das besagte Gutachten vom bekannten Arbeitsrechtsprofessor Thomas Geiser. Dieses kam zum Schluss, dass Angestellte mit einem Gesamtarbeitsvertrag einen Vorteil gegenüber dem gesetzlichen Minimum erhalten, haben sie darauf weiterhin ein Anrecht. Wer damit also bereits letztes Jahr zwei Wochen Vaterschaftsurlaub zugute hatte, hätte seit Januar neu Anrecht auf vier Wochen.

«Ein Gefälligkeitsgutachten an eine linke Organisation», nannte SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann das Gutachten. Im Abstimmungskampf sei damit geworben worden, mit einer Annahme des zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs Gleichheit für die Arbeitnehmer zu schaffen.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 29. April 2021 18:54
aktualisiert: 30. April 2021 07:23