Presseschau

Gross-Events, Schwarzgeld und Armee – Das beschäftigt heute die Schweiz

28. Februar 2021, 14:26 Uhr
Darüber haben die heutigen Sonntagszeitungen berichtet. (Archivbild)
© KEYSTONE/Alexandra Wey
Laut Bundesrat Berset sollen Grossveranstaltungen im Sommer erlaubt sein, der Rahmenvertrag mit der EU soll auf Eis gelegt werden und die neuen Transporthelikopter sollen im Ausland eingesetzt werden – über diese Themen schreiben die Sonntagszeitungen.

Grossveranstaltungen sollen im Sommer möglich sein, aber unter Auflagen

Bundesrat Alain Berset will Kultur- und Sportveranstaltungen rasch wieder zulassen. Im Sommer sollen Grossveranstaltungen möglich sein. Dies bestätigte Bersets Kommunikationschef Peter Lauener gegenüber der «SonntagsZeitung»: «Auch Grossveranstaltungen im Sommer sollen eine Perspektive erhalten. Das EDI wird dies im Bundesrat nächstens zur Diskussion stellen.» Veranstalter müssen jedoch mit hohen Auflagen beispielsweise bei der Besucheranzahl rechnen. Der Entscheid ob Festivals und Sportveranstaltungen ab Sommer möglich sind, soll frühstens am 17. März gefällt werden.

Nachsteuereinnahmen von rund 400 Millionen Franken für Kantone

Die «NZZ am Sonntag» berichtet, dass im Jahr 2020 Schweizer Steuerpflichtige mehr als drei Milliarden Franken Schwarzgeld offengelegt haben. Davon hätten sich 5'300 Personen selbst angezeigt, weil sie bisher gewisse Anlagen und Konten nicht angegeben hatten. Die Kantone konnten deshalb Nachsteuereinnahmen von rund 400 Millionen Franken verbuchen.

Stadthotels schreiben hohe Verluste, aber auch Berghotel machen Minus

Die Corona-Pandemie trifft Schweizer Hotels stärker als bisher angenommen. Das berichtet die «SonntagsZeitung» und beruft sich dabei auf noch unveröffentlichte Zahlen des Branchenverbands «HotellerieSuisse». Demnach sei die Lage besonders in den Städten angespannt. Man habe nicht mal in der schlimmsten Wirtschaftskrise solche dramatischen Verluste gemacht wie in dieser Wintersaison, so der Verbandspräsident von «HotellerieSuisse» gegenüber der «SonntagsZeitung». Weil Geschäfts- und Städtereise aufgrund der Reisebeschränkungen kaum möglich waren, habe ein Stadthotel im Durchschnitt ein Verlust von 1,5 Millionen Franken eingefahren. Weniger dramatisch sei die Situation in den Bergen. Aber auch dort verzeichnen Hotels im Durchschnitt ein Minus von über 700'000 Franken. Der Verband fordert gemäss «SonntagsZeitung» rasch Zugang zu Härtefallhilfen und eine Erhöhung der Maximalbeiträge pro Betrieb.

EU sagt kategorisch Nein zu Schweizer Wünschen

Laut Recherchen der «SonntagsZeitungen» prüft der Bundesrat den Ausstieg aus den Verhandlungen mit der EU über den Rahmenvertrag. Im Europaausschuss der Regierung werde über einen sogenannten «Interimsvertrag» diskutiert. Die Verhandlungen sollen danach während einiger Jahre nicht mehr weitergeführt werden. Es sollen auch keine neuen EU-Verträge aufgesetzt, jedoch sollen die bestehenden à jour gehalten werden. Die neue Strategie wird damit begründet, dass Brüssel bisher alle Schweizer Forderungen abgelehnt habe.

Neue Transporthelikopter sollen im Ausland eingesetzt werden

Wie die VBS in seiner Armeebotschaft bereits ankündigte, kauft die Schweiz neue Transporthelikopter für Auslandflüge. Dies, damit die Schweiz sich stärker und effektiver an internationalen Friedenseinsätzen unter dem Mandat der Uno sowie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beteiligen kann, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

(hch)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. Februar 2021 07:34
aktualisiert: 28. Februar 2021 14:26