Im Darknet

Hacker veröffentlichten Passdaten von 11'000 Schweizern

18. September 2020, 12:52 Uhr
Mit den geleakten Passdaten könnten Identitätsdiebstähle begangen werden.
© Keystone
Der argentinische Staat ist zur Zielscheibe eines Cyberangriffs geworden. Dabei sollen die Hacker auch die Passdaten von 11'000 Schweizer erbeutet haben. Das Aussendepartement steht in Kontakt mit den argentinischen Behörden.

Die Passdaten sollen im Darknet gelangt sein. Das sagte der deutsche Journalist Maximilian Zierer gegenüber SRF. Gemäss seinen Angaben sind Schweizerinnen und Schweizer betroffen, die zwischen Januar und Mitte März in Argentinien waren. Der Datensatz soll Namen, Geburtsdatum und Passnummer umfassen. Laut Zierer warnen Vertreter deutscher Kosumentenschutzorganisationen davor, dass mit den Daten Identitätsdiebstahl betrieben werden könnte.

So wäre es laut Zierer etwa möglich, dass ein Bankkonto für kriminelle Aktivitäten auf den Namen eines Betroffenen eröffnet werden könnte. Zierer empfiehlt deshalb allen, die sich zum fraglichen Zeitpunkt in Argentinien aufgehalten haben, regelmässig Kontoauszüge und Rechnungen zu kontrollieren.

Das Aussendepartement EDA bestätigt den Cyberangriff auf Anfrage von CH Media, will jedoch keine weiteren Angaben machen. Man stehe in Kontakt mit den argentinischen Behörden.

Quelle: CH Media (wap/rwa)
veröffentlicht: 18. September 2020 12:52
aktualisiert: 18. September 2020 12:52