Überschwemmungen

Hotel-Restaurant Kemmeribodenbad kaum mehr zu erkennen

6. Juli 2022, 09:34 Uhr
Nicht nur die Zentralschweiz wurde am Montag von schweren Unwettern getroffen, auch das Emmental traf es hart. Unter anderem das beliebte Ausflugsziel und Hotel Kemmeribodenbad in Schangnau.

Quelle: Tele 1

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Am Tag danach zeigt sich im Hotel-Restaurant Kemmeribodenbad das Ausmass des Unwetters vom Montag. Der Landgasthof ist nicht mehr zu erkennen. Der Wirt Reto Reto Invernizzi kann es immer noch nicht recht glauben. Innert kürzester Zeit hat er alles verloren: «Wir hatten vier Minuten Zeit, um uns alle in Sicherheit zu bringen. Der materielle Schaden ist riesig, aber ich bin einfach froh, dass niemandem etwas passiert ist.» Das Hotel-Restaurant bleibt laut einer Mitteilung der Gemeinde und der regionalen Behörden längere Zeit geschlossen.

Ebenfalls überflutet wurden das Dörfchen Bumbach und das Gebiet Schwand. Auch der Hof von Hans Gerber blieb nicht verschont. «Langsam hat man einfach genug, uns trifft es schon zum zweiten Mal», bedauert Gerber.

Schon 2014 wurde die Gemeinde Schangnau von einem Hochwasser heimgesucht. Damals führte die Emme bei der Messstelle Eggiwil bis zu 340 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ab, am Montag bis zu 270. Die Wucht des Wassers war also vor acht Jahren grösser.

Anders als 2014 regnete es am Montag am stärksten im Quellgebiet der Emme - im Gebiet Lombachalp. Deshalb wurde das Kemmeribodenbad so stark getroffen. Es liegt fast zuhinterst im Emmental. Auch waren die Seitenbäche der Emme dieses Jahr weniger reissend, wie laut der Mitteilung ein Naturgefahrenberater feststellte.

(red./sda)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 5. Juli 2022 20:57
aktualisiert: 6. Juli 2022 09:34