Arbeitgeberverband

Impfgegnern könnte die Kündigung drohen

24. Februar 2021, 12:18 Uhr
Die Coronaimpfung soll freiwillig bleiben. Auf der Arbeit könnten Verweigerern unter Umständen aber Konsequenzen drohen.
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Wer sich gegen das Coronavirus impft, unterstützt damit freiwillig die Bekämpfung der Pandemie. Dies liegt auch im Interesse von Unternehmen. Doch was tun, wenn sich nicht alle Mitarbeitende impfen lassen wollen? Entlassungen seien nicht ausgeschlossen, wenn hohes Gefahrenpotential herrsche, sagt der Arbeitgeberverband .

Der Bundesrat soll planen, geimpften Personen schneller Zugang zu Clubs, Konzerten oder Fitnessstudios zu gewähren, schreibt der «Blick» und stützt sich dabei auf ein internes Bundespapier. Auch das Parlament sowie Hotellerie- und Arbeitgeberverband unterstützen das Vorhaben.  

«Einer selektiven Öffnung von Angeboten für Personen mit Negativtests oder geimpfte Personen stehen wir deshalb offen gegenüber», so Hotelleriesuisse-Präsident Andreas Züllig gegenüber dem «Blick».

Einen Schritt weiter gehen würde der Arbeitgeberverband. Mitarbeitende, die sich nicht impfen lassen wollen, bei denen aber erhöhtes Gefährdungspotenzial herrsche, könnten vom Arbeitgeber versetzt werden. «Auch eine ordentliche Entlassung kann bei solchen Personen zur Diskussion stehen, wenn eine Versetzung nicht möglich ist», sagt Daniella Lützelschwab vom Arbeitgeberverband. Dies wäre beispielsweise beim Gesundheitspersonal oder in Berufen mit Kontakt zu sehr vielen Menschen der Fall. Wichtig sei, dass Firmen ihren Mitarbeitenden aber eine Frist zum Nachholen der Impfung setzen. 

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. Februar 2021 12:18
aktualisiert: 24. Februar 2021 12:18