Hilfsgüter

In Triengen macht sich ein voller Lastwagen auf in den Osten

10. März 2022, 19:51 Uhr
Die Solidarität für die Opfer des Krieges in der Ukraine ist gross. Beim nationalen Sammeltag der Glückskette vom Mittwoch sind über 51 Millionen Franken zusammen gekommen. Viele Leute wollen aber nicht nur Geld spenden. Sie wollen die Leute vor Ort mit Material unterstützen. So zum Beispiel in Triengen.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma «12plus» haben alles gegeben: Innerhalb einer Woche haben sie gut 20 Tonnen Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge aufgetrieben. «Wir haben hier Kleider, Geschirr, Decken, Windeln, Damenartikel und vieles mehr. Wir haben das alles aussortiert und in Kisten verpackt, damit man es besser laden und in Polen auspacken kann», sagt Geschäftsführer Armando Miesch.

Die Mitarbeiter sind von der Hilfbereitschaft der Bevölkerung und den Firmen, die etwas gespendet haben, überwältigt. Bei so einer Hilfsaktion gibt es aber auch Herausforderungen. «Das Koordinieren des Transports und das Trennen der Ware war schon eine Herausforderung. Nicht alles war wirklich brauchbar», sagt Miesch.

«Wir versuchen, das Beste zu machen für die Leute aus der Ukraine»

Ziel ist die polnische Stadt Leszno, wo Mitarbeiter Mariusz Tlusziak herkommt. Die Stadt Leszno liegt etwa 130 Kilometer nach der deutschen Grenze und hat bis jetzt rund 3000 Flüchtlinge aufgenommen. Täglich werden es mehr. Mariusz Tlusziak hat alles auf der polnischen Seite organisiert. «Wir versuchen, das Beste zu machen für die Leute aus der Ukraine. Die Stadt Leszno organisiert Schlafplätze für die Flüchtlinge und bietet Hilfe für Kinder. Unsere Stadt macht alles, was man machen kann.»

Anstatt Geldspenden zu sammeln, bringen die Mitarbeiter von «12plus» lieber Sachen nach Leszno. Der Bürgermeister der Stadt hat Tlusziak eine Liste geschickt mit Material, das am dringendsten benötigt wird. «Bis das Geld auf ein Konto kommt und die Leute etwas kaufen, haben wir den Leuten schon fertige Sachen wie Decken oder Essen gebracht.»

Der Lastwagen und ein Transporter machen sich morgen in der Früh auf die gut 1000 Kilometer lange Reise nach Polen. In zwei Wochen soll dann ein zweiter Transporter mit noch mehr Hilfsgüter in den Osten fahren.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. März 2022 19:51
aktualisiert: 10. März 2022 19:51
Anzeige