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Heute ist «Tag des Schweizer Bieres»

«Jede einzelne Brauerei trägt mit ihrer Spezialität zur Schweizer Biervielfalt bei»

30. April 2021, 15:45 Uhr
Bierliebhaber aufgepasst: Heute wird das Schweizer Bier zelebriert. Martin Uster, Inhaber der Baarer Brauerei, verrät, wie er den «Tag des Schweizer Bieres» feiert, welche Trends er feststellt und was er von den vielen kleinen Brauereien hält.

Welche Bedeutung hat der «Tag des Schweizer Bieres»?

Martin Uster: Der «Tag des Schweizer Bieres» findet jeweils zum traditionellen Start der Biersaison statt. Ziel ist es, die Braukultur und Biervielfalt der Schweiz aufzuzeigen. Viele Brauereien haben sich zur Feier des Tages massgeschneiderte Aktivitäten ausgedacht, damit trotz Pandemie gefeiert werden kann.

Wie feiert die Firma und wie feiern Sie privat diesen Tag?

Wer heute mindestens 30 Flaschen Baarer Bier im Braui Markt in Baar kauft, erhält gratis eine «Handtasche für Männer» mit fünf Flaschen Bier dazu. Ich werde mit einem feinen Baarer Bier mit unserem Büroteam auf die Biervielfalt anstossen. Unter Einhaltung der geltenden Vorschriften findet auch ein kleiner Team-Apéro im Freien statt.

Immer mehr Brauereien bieten Spezialbiere an, merken auch Sie einen Trend in diese Richtung?

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Spezialitäten gestiegen. Bei unseren Randsorten Amber, Dunkel und Hirse konnten wir an Umsatz zulegen. Ich vermute, dass dieser Trend auf die Schliessung der Gastronomie zurückzuführen ist. In Restaurants und Bars ist aus Platzgründen oft nur das Standartsortiment vorhanden. Dadurch, dass die Kundschaft jetzt bei uns vor Ort einkauft, haben sie eine grössere Auswahl und probieren eher Spezialitäten aus.

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Quelle: PilatusToday

Beobachten Sie noch einen anderen Trend?

Ja, im letzten Jahr konnten wir den Verkaufsumsatz des alkoholfreien Bieres um zehn Prozent steigern. Dies hat uns dazu bewogen, bis Ende Jahr in eine eigene Entalkoholisierungsanlage zu investieren. Momentan wird unser Alkoholfreies noch in Schaffhausen produziert. Künftig möchten wir unser eigenes alkoholfreies Bier herstellen.

Wie geht die Brauerei Baar mit der neuen Konkurrenz in Form von Kleinbrauereien um?

Ich begrüsse den Zuwachs von Mikrobrauereien. Jede einzelne Brauerei trägt mit ihrer Spezialität zur Schweizer Biervielfalt bei. Das erhöht den Stellenwert des Biers in der Gesellschaft, was auch uns zugutekommt.

Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie auf Ihre Brauerei?

Auch wir waren von Kurzarbeit betroffen, besonders in der Logistik. Am wenigsten davon betroffen war der Getränkeabholmarkt. Der Umsatz konnte gar gesteigert werden. Alles in Allem sind wir mit 20 Prozent Umsatzeinbruch mit einem blauen Auge davongekommen und mussten keine Kündigungen aussprechen. In Sachen Produktion mussten wir flexibel bleiben, da wir nie wussten, was als nächstes passiert. Wir haben kleinere Chargen produziert, was wiederum zu kürzeren Verfallen führte. Wir werden etwas Fassbier zu Bierbrand veredeln müssen, rechnen aber nicht mit grossen Bierverlusten.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 30. April 2021 15:46
aktualisiert: 30. April 2021 15:45