Pro Juventute

Jugendliche melden sich vermehrt wegen Coronavirus

Sophie Müller, 30. März 2020, 23:40 Uhr
«Rund um die Uhr für Dich da.»
Aus dem aktuellsten Sorgenbarometer der Stiftung Pro Juventute geht hervor, dass schwerwiegende persönliche Probleme bei den Jugendlichen in der Schweiz stetig zunehmen. Ausserdem würden sich Jugendliche zunehmend wegen des Coronavirus melden.

Die Schweizer Stiftung Pro Juventute setzt sich dafür ein, dass Kinder, Jugendliche und ihre Familien in ihrem Alltag unterstützt und gefördert werden und in der Not rasch Unterstützung herhalten.

Pro Juventute-Sorgenbarometer

In ihrem Sorgenbarometer misst Pro Juventute unter anderem, aus welchen Gründen Jugendliche mit der Stiftung Kontakt aufnehmen. Dabei fällt auf, dass sich Jugendliche im vergangenen Jahr (rund 36%) gegenüber 2015 (rund 23%) vermehrt wegen schwerwiegenden persönlichen Problemen gemeldet haben.

Auf Platz zwei des Sorgenbarometers 2019 steht die Familie (rund 14%), gefolgt von Sexualität, Freundschaft und Gewalt (je rund 8% der Anfragen). Zum Thema «Sexualität» würden sich die Jugendlichen gemäss der Auswertung mit rund 43 Prozent nach wie vor am häufigsten im Internet informieren.

Coronavirus beschäftigt Jugendliche

Auch die aktuelle Situation scheint die Jugendlichen zu belasten. Vermehrt würden sich nämlich Jugendliche wegen des Coronavirus melden, berichtet der Beratungsdienst von Pro Juventute.

Insbesondere die unsicheren Zukunftsaussichten sowie Ängste vor Isolation würden die Jugendlichen hierbei beschäftigen.

Sorgentelefon 147

Die Beratung und Hilfe von Pro Juventute wird laut Mitteilung in dieser schwierigen Situation rege genutzt. Darum soll eine neue Informationskampagne auf das Sorgentelefon 147 aufmerksam machen.

Die Kampagne von Jugendlichen, für Jugendliche wurde neu Online publiziert. Ab dem 8. Juni wird sie zudem auf Plakaten in der ganzen Schweiz zu sehen sein.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 30. März 2020 23:36
aktualisiert: 30. März 2020 23:40