Schweiz

Konsum: Der Klimawandel löst die Corona-Pandemie bei privaten Ausgaben ab

14. April 2022, 11:26 Uhr
Der Klimawandel hat zunehmend einen Einfluss auf die Ausgaben von Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz. Die Corona-Pandemie rückt gemäss einer Comparis-Umfrage in den Hintergrund.
Bei privaten Ausgaben achten mehr Frauen als Männer aufs Klima. (Archivbild)
© Keystone/GAETAN BALLY

Die Klimadebatte hat bei 82 Prozent der durch den Vergleichsdienst Comparis befragten Personen einen Einfluss auf ihren Konsum und Finanzentscheidungen. Vor der Corona-Pandemie waren es 74 Prozent, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage hiess.

In der aktuellen Umfrage gab ein Drittel der Frauen an, dass das Klima einen grossen Einfluss auf ihre Ausgaben und Investitionen habe. Bei den Männern war es demnach rund ein Fünftel.

Am meisten Beachtung findet das Klima bei den 18- bis 35-Jährigen: Für 87 Prozent von ihnen hat es einen Einfluss auf ihre Konsum- und Finanzentscheidungen.

Aber auch 79 Prozent der Personen über 56 Jahre denken bei ihren Ausgaben ans Klima. Die Personen würden insbesondere häufiger regionale Produkte, weniger Fleisch und Kleidung kaufen. Auf das Auto zu verzichten ist die vierthäufigste Massnahme. Noch weniger wird auf Flugreisen und Kreuzfahrten verzichtet.

Während der Corona-Pandemie war diese in den Fokus der Schweizer Bevölkerung gerückt. Im Dezember 2021 bereitete die Pandemie noch rund 82 Prozent der befragten Personen Sorgen. Bei der jüngsten Auswertung waren es noch knapp 63 Prozent.

Comparis fügte an, dass der Krieg in der Ukraine noch keinen messbaren Einfluss auf die Erwartungen der Personen habe, wie er ihre persönliche finanzielle Situation dieses Jahr im Vergleich zu letztem Jahr verändern werde.

Die Umfrage führte das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Comparis im März unter 1043 Personen durch.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. April 2022 11:26
aktualisiert: 14. April 2022 11:26
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