Das sagen Ärzte

Maskentragen ist für Kinder unbedenklich

19. November 2020, 13:53 Uhr
Kinder tragen Masken im Unterricht. (Symbolbild)
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Das Maskentragen für Kinder erhitzt die Gemüter. Schweizweit gilt die Maskenpflicht für Kinder ab zwölf Jahren. In einigen Kantonen wurde eine Maskenpflicht ab der Primarschule diskutiert. Nun nimmt die Pädiatrie Schweiz gemeinsam mit Kinderärzte Schweiz diesbezüglich zu den häufigsten Fragen Stellung.

Ab welchem Alter soll für Kinder eine Maskenpflicht gelten und ist das Maskentragen für Kinder gesundheitsschädigend? Diese Fragen beantworten die Fachgesellschaft in der Kinder- und Jugendmedizin, Pädiatrie Schweiz sowie Kinderärzte Schweiz in ihrer Stellungnahme zur Maskentragepflicht bei Kinder. In ihrem Schreiben halten sie an einer Maskenpflicht ab zwölf Jahren fest, da ab diesem Alter die Fallzahlen zunehmen würden sowie die Übertragung des Coronavirus erhöht ist. Damit gehen sie mit dem BAG einher, das die gleiche Haltung vertritt. Die Maskenpflicht auf über 6-Jährige auszudehnen, lehnt die Pädiatrie Schweiz aufgrund der tiefen Fallzahlen in diesem Altersbereich jedoch ab. Auch französische und koreanische Studien deuten darauf hin, dass Personen erst ab der Pubertät infektiöser werden.

Maskentragen ist gesundheitlich unbedenklich

Die beiden Organisationen betonen zudem, dass das Maskentragen atemphysiologisch keine gesundheitliche Gefahr darstellt. Die Masken würden bei Kindern weder Sauerstoffmangel noch Sauerstoffüberschuss im Blut (Hypoxämie resp. Hyperkapnie) verursachen. Auch im Sport könnten Kinder eine Maske unbedenklich tragen. Körperliche Aktivitäten im leichten bis mittleren Intensitätsbereich sei durch eine Maske nicht nennenswert eingeschränkt, schreiben sie.

Kinder keine Treiber der Pandemie

Laut aktuellen Erkenntnissen aus der Wissenschaft können sich Kinder mit dem Coronavirus anstecken. Doch gemäss BAG übertragen Kinder das Virus seltener auf andere Personen. Eine niederländische Studie bestätigt die geringe Ansteckungsgefahr, die von Kindern ausgeht. Dabei gilt der Grundsatz: Je jünger die Kinder sind, desto weniger bedeutend ist die Rolle, die sie bei der Verbreitung des Virus spielen. Ausserdem kommen die Forscher der Studie zum Schluss, dass sich das Coronavirus weniger im Klassenzimmer, sondern mehr in der Freizeit verbreitet.

Dieses Vorgehen wird bei Kindern empfohlen, die Symptome des Coronavirus aufweisen:

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. November 2020 13:50
aktualisiert: 19. November 2020 13:53