Schweiz

Migros weist Vorwurf überhöhter Margen bei Bio-Produkten zurück

Preisüberwacher

Migros weist Vorwurf überhöhter Margen bei Bio-Produkten zurück

· Online seit 24.12.2022, 15:47 Uhr
Grund für die Rechtfertigung der Detailhändlerin ist eine Recherche von Preisüberwacher Stefan Meierhans über zu hohe Margen. Insbesondere bei Bio-Fleisch. Insider berichteten, dass die Migros verantwortlich sei für das Nicht-Erscheinen des Berichts.
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Die Detailhändlerin Migros hat den Vorwurf überhöhter Margen bei Bio-Produkten zurückgewiesen. Solche könne man sich angesichts der harten Konkurrenzsituation gar nicht leisten, teilte ein Firmensprecher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Samstag mit.

Firmensprecher schweigt zu Details

Zuvor war bekannt geworden, dass der Schweizer Preisüberwacher offenbar daran gehindert wurde, einen Bericht zu angeblich überhöhten Preisen bei Bio-Produkten zu veröffentlichen. Aufgrund von «rechtlichen Abklärungen» blieb die entsprechende Seite im Preisüberwacher-Newsletter vom Mittwoch leer, wie das Schweizer Fernsehen SRF am Freitagabend berichtete. Laut dem Medienbericht soll die Migros den Publikationsstopp erwirkt haben.

Die Detailhändlerin stehe mit dem Preisüberwacher in Kontakt, hiess es vonseiten der Migros. Zum Inhalt des Austauschs wollte der Firmensprecher nichts sagen. Preisüberwacher Stefan Meierhans wollte vorerst ebenfalls nicht eingehender Stellung nehmen.

Margen entsprechen dem Durchschnitt

Der Bericht des Preisüberwachers habe «vermutlich hochbrisante Informationen, die nicht an die Öffentlichkeit dürfen», sagte Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS), zu SRF.

Die Gewinnmargen im Detailhandel sind laut Angaben der Migros tief. Die heutige Marge liege bei der Migros bei 2,3 Prozent (Gewinn zu Umsatz). Die Brutto-Marge bei Bio-Produkten entspreche im Durchschnitt in etwa jener von konventionellen Lebensmitteln.

Je nach Produkt könne es Unterschiede geben. Die Differenz zwischen Produzentenpreisen und Konsumentenpreisen im Label-Bereich erkläre sich damit, dass auch bei der Verarbeitung und dem Handel höhere Kosten für Label-Produkte entstehen würden.

(sda/roa)

veröffentlicht: 24. Dezember 2022 15:47
aktualisiert: 24. Dezember 2022 15:47
Quelle: ZüriToday

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