Coronavirus - Schweiz

Nationale Ethikkommission gegen Impfobligatorium

12. Februar 2021, 12:06 Uhr
Die Ethikkommission rät von einer Impfpflicht ab.
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Die Nationale Ethikkommission (NEK) ist gegen ein allgemeines Impfobligatorium. Ein solches würde «auf unverhältnismässige Weise in wesentliche Grundrechte» eingreifen, teilte die NEK am Freitag mit.

Auch von einem Impfobligatorium für bestimmte Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel das Gesundheitspersonal, rät die NEK ab. Über den entsprechenden Bericht hatte zuerst die Online-Redaktion von Radio und Fernsehen SRF berichtet.

Zurzeit sei eine Wirkung des Impfstoffes lediglich zum zum Schutz der Geimpften nachgewiesen. «Einen solchen Selbstschutz für bestimmte Personengruppe allgemein zu verordnen, wäre paternalistisch und nicht zu rechtfertigen», heisst es.

Auch eine Ungleichbehandlung von geimpften und nicht geimpften Personen durch einen Impfnachweis lasse sich nur rechtfertigen, wenn die Impfung auch den Schutz vor der Weitergabe des Virus gewährleiste und alle Personen Zugang zur Impfung hätten. Die NEK empfehle aber «nachdrücklich», die offenen Fragen rund um den Impfnachweis «explizit zu regeln».

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Februar 2021 11:45
aktualisiert: 12. Februar 2021 12:06