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Sexualforscher

Paare haben während Corona häufiger Sex

9. Februar 2021, 06:44 Uhr
Viele haben während der Corona-Pandemie viel Zeit und sind viel zu Hause – das mag für einige Paare negative Auswirkungen haben, bei vielen hat sich das Sexleben aber verbessert, wie deutsche Sexualforscher sagen.
Bezüglich des Liebeslebens hat Corona auch gute Seiten. (Symbolbild)
© GettyImages

Ungeschminkt, Pyjamahosen, zerzauste Haare – aufgrund fehlender Veranstaltungen und Homeoffice putzen sich vermutlich einige Menschen weniger heraus als vor dem Corona-Shutdown. Dennoch scheint das kein Liebestöter zu sein.

Besserer Sex bei 50 Prozent der Paare

Deutsche Forscher haben sich mit den Auswirkungen der Coronakrise auf das Liebesleben von Paaren befasst, wie beispielsweise BR24 berichtet. Und dabei kam heraus, dass es gar keine schlechte Zeit für Sex in der Partnerschaft ist.

Grundsätzlich werde während dieser Lockdown-Zeit mehr miteinander geschlafen, sagt Psychotherapeut Wolfgang Krüger, der ein Buch zum Thema Sexualität geschrieben hat. Er vermutet, dass die Sexualität bei über 50 Prozent der Paare besser wurde.

Mehr Sexspielzeuge verkauft

Belege dafür gebe es beispielsweise aus dem Handel mit Kondomen oder Sexspielzeugen. Nebst WC-Papier werden während des Shutdowns auch fleissig Kondome und Sexspielzeuge eingekauft. Das war übrigens bereits während des Shutdowns vergangenen Frühling so. 

In Deutschland wurden im November und Dezember gar noch mehr Sex-Toys bestellt als während des Frühlings. Beim Erotik-Versandhandel Amorelie beispielsweise seien 170 Prozent mehr Produkte verkauft worden.

In Krisen sei immer eine Intensivierung von Liebesbeziehungen zu beobachten, sagt Krüger weiter. Denn gemäss des Psychotherapeuten seien Liebe und Sexualität Möglichkeiten, ein Gefühl von Sicherheit zu bekommen – besonders in Krisenzeiten.

6,5 Mal Sex pro Monat

Zu ähnlichen Ergebnissen kommen zwei unveröffentlichte Studien, die der deutschen Presseagentur vorliegen. In einer Umfrage aus dem deutschen Merseburg gaben über 70 Prozent der befragten, vergebenen Männer an, dass sich die Partnerschaft durch Corona nicht verschlechtert habe. Bei 16 Prozent wurde die Beziehung besser als vor dem Lockdown. Bei den vergebenen Frauen stellte jede Dritte fest, dass sich die Beziehung während Corona verbessert hatte.

Gemäss Studienleiter Heinz-Jürgen Voss von der Hamburger Universitätsklinik hatten die Frauen, deren Beziehungen sich gemäss eigenen Aussagen verbesserten, auch mehr Sex. In Zahlen bedeute das, dass die Frauen 6,5 Mal statt vier Mal in einem Monat Sex hatten.

(abl)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. Februar 2021 20:38
aktualisiert: 9. Februar 2021 06:44