Inflation

Parmelin: Sozialpartner müssen über Lohnerhöhungen verhandeln

5. Juni 2022, 08:14 Uhr
Das Leben in der Schweiz wird durch den Krieg in der Ukraine teurer, insbesondere weil die Energiepreise steigen. Bundesrat Guy Parmelin sieht deshalb die Sozialpartner in der Pflicht. Sie müssten über Lohnerhöhungen verhandeln.
Wirtschaftsminister Guy Parmelin erwartet von den Sozialpartnern Verhandlungen über Lohnerhöhungen, um die Auswirkungen der Inflation abzufedern. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Diesen Gesprächen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften solle der Staat nicht vorgreifen, sagte der Wirtschaftsminister in einem Interview mit dem Sonntagsblick. «Der Bund kann aber gegebenenfalls zum Beispiel bei den Ergänzungsleistungen oder anderen Leistungen für Haushalte mit kleinerem Einkommen Korrekturen vornehmen.»

Es sei durchaus möglich, dass mit den neuen, am Freitag beschlossenen Sanktionen die Energiepreise nochmals steigen. Man könne versuchen, die Energieversorgung zu diversifizieren. Aber eine fixfertige Lösung habe derzeit niemand in Europa, so Parmelin.

Unterstützungsmassnahmen für gewisse Branchen?

Der Bund habe nur einen beschränkten Einfluss auf die Energiepreise. «Was wir alle machen können, ist, sparsam mit der Energie umzugehen. Da ist die Schweiz heute bereits gut unterwegs. Unsere Industrie ist schon jetzt sehr effizient.»

Bei weiter steigenden Energiepreisen könne es auch sein, dass der Bund für gewisse Branchen Stützungsmassnahmen ins Auge fassen müsse, sagte Parmelin. Dafür sei es aber noch nicht der richtige Moment. «Wir sind nicht an diesem Punkt. Solche Schritte müssen gezielt erfolgen.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Juni 2022 08:14
aktualisiert: 5. Juni 2022 08:14
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