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Trotz Corona

Prämien sinken – nicht so in diesen vier Zentralschweizer Kantonen

28. September 2021, 15:03 Uhr
Die Krankenkassenprämien entwickeln sich in der Zentralschweiz in unterschiedliche Richtungen. In Luzern, Uri, Obwalden und Nidwalden wird die Durchschnittsprämie teurer, in Schwyz und Zug billiger.
Die Krankenkassenprämien sinken nächstes Jahr erstmals seit Langem.
© KEYSTONE/Christian Beutler

Durchschnittliche Veränderung nach Kanton 2022

© BAG

Die Belastung der Schweizer Haushalte durch die Krankenkassenprämien sinke 2022 deutlich, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Dies sei auf einen Rückgang der mittleren Prämie um 0,2 Prozent und einen Reserveabbau im Umfang von 1,2 Prozent dieser mittleren Prämie zurückzuführen.

2022 beläuft sich die mittlere Monatsprämie auf 315.30 Franken, das entspricht im Vergleich zu 2021 einer Senkung um 0,2 Prozent. Seit 2011 ist die mittlere Prämie im Durchschnitt jährlich angestiegen, seit Inkrafttreten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 1996 betrug die jährliche Erhöhung sogar 3,5 Prozent.

Die mittlere Prämie für Erwachsene (373.80 Franken) und junge Erwachsene (263.80 Franken) sinkt gegenüber dem vergangenen Jahr um 0,3 Prozent beziehungsweise 1 Prozent. Die Prämie für Kinder sinkt leicht um 0,3 Prozent und beträgt neu 99.60 Franken.

In diesen Zentralschweizer Kantonen steigen die Prämien sogar

Die teuerste mittlere Prämie über alle Altersklasse zahlen in der Zentralschweiz die Luzernerinnen und Luzerner. Sie wenden 2022 im Schnitt pro Monat 272,4 Franken für die obligatorische Krankenversicherung auf. Das sind 0,6 Prozent oder 1,5 Franken mehr als im laufenden Jahr.

In Obwalden steigt die Krankenkassenprämie um 1,4 Prozent oder 3,5 Franken auf 258,8 Franken. In keinem Schweizer Kanton ist die Teuerung höher.

In Obwalden ist der Anstieg am stärksten

Dieser Anstieg sei darin begründet, dass die Prämienentwicklung 2022 in Obwalden auf einem etwas zu tiefen Niveau im Jahr 2021 starte, teilte das Finanzdepartement auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Die Prämien seien in Obwalden in den letzten zehn Jahren meistens etwas zu tief angesetzt gewesen. Diese Entwicklung werde mit dem «leichten Anstieg» von 1,4 Prozent teilweise aufgeholt. Die Obwaldner Prämien seien aber weiterhin vergleichsweise tief.

Teurer wird die Prämie auch in Nidwalden, wo sie um 0,9 Prozent oder 2,2 Franken auf 257,0 Franken steigt, sowie in Uri. Dort verteuert sich die Krankenkasse um 0,5 Prozent oder 1,2 Franken auf 243,8 Franken. Uri hat die billigste Grundversicherung der Zentralschweiz und die zweitbilligste der Schweiz.

Etwas Geld sparen können die Prämienzahlerinnen und -zahler dagegen in den Kantonen Zug und Schwyz. In Schwyz sinkt die Prämie um 0,3 Prozent oder 0,7 Franken auf 269,3 Franken, in Zug um 0,2 Prozent oder 0,5 Franken auf 254,7 Franken.

Bezogen auf die Schweiz, sind die Zentralschweizer Prämien günstig. Die Schweizer Durchschnittsprämie beläuft sich auf 315,3 Franken. Sie liegt damit 0,2 Prozent oder 0,7 Franken tiefer als im laufenden Jahr.

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. September 2021 14:11
aktualisiert: 28. September 2021 15:03