Schweiz

Schlaflose Nächte und deutliche Worte vom Luzerner Gastro-Präsident

Pläne des Bundesrates

Schlaflose Nächte und deutliche Worte vom Luzerner Gastro-Präsident

09.12.2020, 21:39 Uhr
· Online seit 09.12.2020, 10:27 Uhr
Er findet deutliche Worte für das geplante Massnahmenpaket des Bundesrates, das gestern Dienstag vorgestellt wurde: Patrick Grinschgl, Präsident GastroRegion Luzern. Er sei schockiert über die Pläne und hatte eine schlaflose Nacht.

Quelle: tele1

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«So wird das Licht in der Gastronomie noch schneller ausgehen als gedacht», heisst es in der Mitteilung der GastroRegion Luzern. Ob die Restaurants ab 19.00 Uhr oder sonntags schliessen müssen, sei nicht mehr wirklich ausschlaggebend, erzählt Patrick Grinschgl, Präsident GastroRegioLuzern gegenüber PilatusToday und Tele 1. Es sei bereits jetzt eine schwierige Situation, weil viele Leute im Homeoffice arbeiten und so den Restaurants zum Mittagessen fernbleiben.

Der Wirteverband der Stadt Luzern und der umliegenden Gemeinden richtet den Blick ins Ausland. Dort würden die geschlossenen Betriebe entschädigt, in der Schweiz gäbe es nur die Kurzarbeitsentschädigung – und das sei zu wenig. «Der Staat kann schliessen, was er will, er soll es einfach entschädigen», so Grinschgl. Er und seine Wirtskollegen fordern neben der Kurzarbeitsentschädigung mindestens 30 Prozent des Vorjahresumsatzes. 

Zu den geplanten Massnahmen sieht Grinschgl ein Kompromiss vor : «Am Abend bis 21.00 Uhr offen haben, somit könnte mindestens ein Service gemacht werden. Take-away soll möglich sein.» Am Sonntag die Restaurants zu schliessen, sei für ihn keine Option.

(hch)

veröffentlicht: 9. Dezember 2020 10:27
aktualisiert: 9. Dezember 2020 21:39
Quelle: PilatusToday

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