Studie in Vaduz

Schwangerschafts-Tracker warnt vor Corona-Ausbruch

23. März 2021, 13:17 Uhr
1000 Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner haben sich an der Studie mit dem Schwangerschafts-Tracker beteiligt.
© PD
Die ersten Resultate sind vielversprechend: Über 1'000 Personen haben im Fürstentum Liechtenstein an einer Studie mit einem Corona-Armband teilgenommen. Dieses zeigt eine allfällige Infektion zwei Tage vor den ersten Symptomen an. Die EU beteiligt sich an einer weiterführenden Studie.

Das Armband wurde ursprünglich zur Feststellung von fruchtbaren Tagen entwickelt. Vor einem Jahr, mitten in der ersten Corona-Welle, wollten Wissenschaftler wissen, ob damit auch Covid-Frühsymptome erkannt werden können. Über 1'000 Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner haben sich bereit erklärt, an der Studie teilzunehmen und das Armband über die Nacht zu tragen. Dieses überwacht die Körpertemperatur, Puls und Atemfrequenz und gibt die jeweiligen Daten an eine zentrale Datenbank weiter.

Jetzt liegen die ersten, vielversprechenden Studienresultate vor: In 71 Prozent der Fälle erkennt das Armband eine Covid-Infektion bereits zwei Tage vor Auftreten der ersten Symptome, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Für Lorenz Risch, Professor für klinische Chemie an der Uni Bern und Leiter der Studie, ist das sehr erfreulich: «Mit dem Armband wird es möglich, bei Personen noch früher zu intervenieren, von denen ein Risiko ausgeht, dass sie andere Leute anstecken.»

Finanziert wurde die Studie zum Grossteil vom Fürstenhaus, aber auch von der Liechtensteiner Regierung. Die positiven Resultate haben die EU dazu bewogen, einen Grossversuch mit über 20'000 Frauen und Männern in den Niederlanden zu finanzieren.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 23. März 2021 11:30
aktualisiert: 23. März 2021 13:17