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Personalmangel

Schweizer Bergrestaurants finden kaum Mitarbeitende

16. Oktober 2021, 18:36 Uhr
Bereits im Sommer kämpfte die Schweizer Gastronomie im Unterland mit Personalmangel. Den Bergrestaurants könnte für die kommende Wintersaison ähnliches drohen. Viele Beizen – auch in der Zentralschweiz – sind kurz vor Saisonstart immer noch auf der Suche nach Saisonmitarbeitenden.
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Quelle: Tele1

Wie der «Blick» berichtet, müssen im Flumserberg im Kanton St. Gallen bis Saisonstart noch 90 zusätzliche Mitarbeitende rekrutiert werden. «Bei den Fachkräften ist der Markt ausgetrocknet und bei den Hilfskräften sind grosse Anstrengungen nötig, um die Stellen zu besetzen», so Flumserberg-Chef Mario Bislin.

In der Zentralschweiz sieht die Situation nicht besser aus. Edith Nussbaumer vom Gasthaus Mostelberg auf Sattel-Hochstuckli hat nur mit Mühe und Not das erforderliche Personal zusammenbekommen. Vor allem in der Küche und im Service fehlen Mitarbeitende. Aber nicht nur auf Sattel-Hochstuckli, sondern quasi in der gesamten Zentralschweiz. Die Wintersaison wird überall eine Herausforderung.

Ähnliche Probleme im Bündnerland

Mit ähnlichen Problemen kämpft auch Markus Wolf, Geschäftsleiter der Weissen Arena Gruppe, welche die Bergbahnen in Laax betreiben. «Die Personalabteilung ist massiv gefordert. Gerade bei den ausländischen Gastarbeitern ergeben sich Zusatzfragen», so Wolf gegenüber dem «Blick». Fragen, welche insbesondere die Einreise oder Quarantänesituation in der Schweiz betreffen. Denn laut Wolf kommen die Mitarbeitenden aus 30 verschiedenen Nationen.

Viel Aufwand für Personalsuche

In Zermatt im Wallis wurde man aufgrund des Personalmangels kreativ. Sämtliche Informationen bezüglich Impfungen, Tests, Corona-Bestimmungen und Quarantäne-Situation wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. «So wollen wir Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus dem Ausland erreichen», heisst es von Zermatt Tourismus.

Bis die Wintersaison Fahrt aufnimmt, dauert es noch ein wenig. Die Bergrestaurants zeigen sich deshalb zuversichtlich, die personellen Probleme bis dahin in den Griff zu kriegen.

(red.)

Quelle: PilatusToday / ArgoviaToday / Tele1
veröffentlicht: 16. Oktober 2021 07:10
aktualisiert: 16. Oktober 2021 18:36