Bombendrohungen

Schweizer Polizei warnt vor Erpressermails per Internet

3. September 2020, 08:27 Uhr
Mit Spam-Emails versuchen Cyberkriminelle derzeit in der Schweiz Lösegeld zu erpressen, das in Bitcoin eingefordert wird. Die Polizei empfiehlt dringend, kein Lösegeld zu zahlen. (Archivbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Cyberkriminelle verschicken derzeit Erpressermails vornehmlich an Unternehmen. Verbunden sind die Emails mit der Drohung, in der Liegenschaft eine Bombe zu platzieren, falls kein Lösegeld gezahlt werde, wie dem Internet-Portal polizei-schweiz.ch zu entnehmen ist.

Die Erpressermails seien in englischer oder deutscher Sprache verfasst. In der Betreffzeile heisse es «Better Listen To Me» oder «Hör mir besser zu!!!» Die Betrüger forderten 20'000 US-Dollar in Bitcoin. Sollte die Forderung nicht erfüllt oder die Polizei informiert werden, gehe die Bombe hoch.

Die Polizei empfiehlt betroffenen Personen oder Unternehmen, auf keinen Fall das geforderte Lösegeld zu bezahlen. Die Betroffenen sollten im Internet recherchieren, ob bereits gleiche oder ähnliche Vorfälle bekannt seien. Ferner sei ein Eintrag der Bitcoin- Wallet-Adresse auf www.bitcoinabuse.com empfehlenswert.

Sollten wider Erwarten konkrete Verdachtsmomente bestehen, dass es sich nicht um Spam handle, sei unverzüglich die Polizei zu kontaktieren. Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, solle die örtliche Polizeistelle informiert und Anzeige erstattet werden.

Konkrete Hinweise von Unternehmen, die solche Erpressermails erhalten haben, haben die Kantonspolizeien in Schaffhausen und Basel-Landschaft in den letzten Tagen erhalten. Sie warnen ihrerseits vor dieser neuen Betrugsmasche.

Quelle: sda
veröffentlicht: 3. September 2020 02:00
aktualisiert: 3. September 2020 08:27