Studie

Singles finden Klima- und Umweltsünder unsexy

1. Mai 2022, 11:55 Uhr
Wer sich fürs Klima und die Umwelt einsetzt, hat beim Dating bessere Chancen als konsumgeile Fleischesserinnen und Fleischesser. Dies zeigt eine Studie der Dating-Plattform Parship.

Vier von fünf Frauen finden es attraktiv, wenn sich ein potenzieller Partner für den Umweltschutz einsetzt. Die Männer schätzen es dagegen besonders, wenn die Auserwählte nicht sinnlos einkauft. Zu diesem Schluss gelangt eine Studie mit 1000 befragten Frauen und Männern zwischen 18 bis 69 Jahren, die die Partneragentur Parship in Auftrag gegeben hat. Gemäss der Studie gibt jede dritte Person an, Single zu sein. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar fast die Hälfte.

Gewissenhaftigkeit steigert Attraktivität

Bei der Attraktivitätsfrage geben 75 Prozent der Singles an, dass sie es attraktiv finden, wenn ein potenzieller Gefährte oder eine Gefährtin sich für den Umweltschutz einsetzt. Wer aus Gedanken an die Umwelt auf ein eigenes Auto verzichtet, steigert seine Attraktivität sogar bei mehr als der Hälfte beider Geschlechter.

Etwas mehr als die Hälfte der befragten Personen geben aber auch an, dass ihnen jemand, der sehr extrem auf die Umwelt achtet, zu anstrengend wäre oder dass diese Themen bei der Partnersuche gar keine Rolle spielen.

Nachhaltigkeit für Paare immer wichtiger

Bei der Auslese spielt Nachhaltigkeit vielleicht nicht eine so grosse Rolle. Spätestens bei einem gemeinsam geführten Haushalt werde diese Frage aber immer wichtiger, sieht auch Parship.ch-Psychologin Dania Schiftan. «Spätestens beim Zusammenleben stellen sich Fragen. Zum Beispiel, wie man als Paar mit dem Thema Ernährung oder Energie umgehen will. Die eigenen Ansprüche können dabei variieren oder sich über die Zeit verändern», sagt die Psychologin. «Hilfreich ist, wenn man als Paar im Gespräch bleibt und gemeinsam auslotet, auf welche Bereiche im eigenen Haushalt der Fokus liegen soll», rät Schiftan.

Keine Fast Fashion und regionale Produkte

Bei befragten Paaren zeigt die Studie, dass eine nachhaltige Lebensweise einen hohen Stellenwert hat. Besonders wichtig sei es, dass man auf regionale Produkte achte und auf Billig-Mode, sogenannte «Fast Fashion», verzichte. Das trifft laut der Studie auf 86 Prozent der Personen zu.

Die häufigsten Streitpunkte einer Beziehung oder eben einem gemeinsam geführten Haushalt sind Themen wie Energieverschwendung oder das Wegwerfen von Essen.

(roa)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 1. Mai 2022 10:19
aktualisiert: 1. Mai 2022 11:55
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