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«Wir arbeiten daran»

Störung bei WhatsApp, Instagram und Facebook – und Twitter so...

5. Oktober 2021, 13:09 Uhr
Die Onlinedienste WhatsApp, Instagram und Facebook sind am Montagabend stundenlang down gewesen. Hohn und Spott auf Twitter liess nicht lange auf sich warten.
Facebook, Instagram und WhatsApp sind von einer grösseren Störung betroffen. (Symbolbild)
© Getty Images

Facebook hat mit einer grösseren Störung zu kämpfen. Davon sind auch Instagram und WhatsApp betroffen. Die Dienste scheinen seit 17 Uhr lahm zu liegen.

Seit 17 Uhr steigt die Zahl der Störungsmeldungen für WhatsApp.
© Screenshot allestörungen.ch

«Uns ist bewusst, dass einige Leute derzeit Probleme mit WhatsApp haben. Wir arbeiten daran, die Dinge wieder zu normalisieren und werden hier so schnell wie möglich ein Update senden», schreibt WhatsApp auf Twitter.

Twitter wird derzeit von Meldungen überschwemmt. Memes machen sich darüber lustig, dass nun alle auf Twitter wechseln. Auch Twitter begrüsst die vielen Userinnen und User.

Was das Technik-Team bei Facebook und Co. wohl gerade so macht?

Ob sie das bei Facebook drüben schon ausprobiert haben?

Alles in allem dürfte sich Twitter freuen, vermutet User Majaz ul Quadri.

Auch die Schweizer Messenger-Konkurrenz bei Threema haut in die eher fiese Kerbe. Whatsapp-User hätten eigentlich ja ganz andere Probleme:

Nach dem grossen Ausfall bei Facebook, Insta und Whatsapp steht jetzt plötzlich die Webseite facebook.com zum Verkauf:

Noch etwas für die Freunde des neuesten Netflix-Hypes.

Oder obs doch ganz anders ist...

Und das könnte tatsächlich das Problem sein

Für einige Web-Experten sah es nach einem Problem mit dem DNS-Service aus. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass mit Buchstaben eingetippte Website-Namen in die IP-Adressen übersetzt werden, damit diese angesteuert werden können.

Massiver Anstieg der Auslastung

Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, verwies darauf, dass Nutzer und auch Software weiterhin versuchten, Facebook-Dienste anzusteuern. Das sorge für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste, schrieb er bei Twitter.

Auf den Störungsplattformen meldeten Nutzer zum Teil Probleme auch mit anderen Online-Diensten, die sich jedoch zunächst nicht weiträumig bestätigten. So liefen beim grossen Web-Dienstleister AWS von Amazon, auf den viele Start-ups und grosse Unternehmen zurückgreifen, laut der Status-Seite alle Angebote normal.

Cyberattacke eher unwahrscheinlich

Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der «New York Times», eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich. Denn die Technologie hinter den einzelnen Apps des Konzerns sei zu unterschiedlich, um sie mit einer Cyberattacke alle gleichzeitig offline zu bringen.

DNS-Störungen passieren immer wieder mal. So hatte eine davon im Juli dafür gesorgt, dass zahlreiche Websites zeitweise nicht erreichbar waren. Auslöser waren damals Probleme beim Web-Dienstleister Akamai. Die Zentralisierung der Netz-Infrastruktur bei grossen Anbietern sorgt dafür, dass der Ausfall bei einer Firma gleich viele Dienste und Websites vom Netz reissen kann.

Auch Anfang Juni waren bereits zahlreiche Websites weltweit nach einer Störung beim Cloud-Dienst Fastly rund eine Stunde nicht erreichbar gewesen. Damals betroffen waren unter anderem die Seite der britischen Regierung, die Plattform Reddit sowie die Nachrichtenportale des «Guardian», der «New York Times», der «Financial Times» und der französischen Zeitung «Le Monde».

(red./sda)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 4. Oktober 2021 17:59
aktualisiert: 5. Oktober 2021 13:09