Luftverkehr

Swiss schreibt 2021 Verlust von rund 428 Millionen Franken

3. März 2022, 07:36 Uhr
Die Fluggesellschaft Swiss hat im zweiten Coronajahr erneut einen hohen Verlust von 427,7 Millionen Franken erlitten. Er fiel damit aber um rund ein Drittel geringer aus als im Vorjahr.
Die Swiss verdient wegen Corona nach wie vor kein Geld. (Archivbild)
© KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Im vergangenen Jahr schrieb die Swiss einen Umsatz von 2,1 Milliarden Franken. Das entspricht gegenüber dem ersten Coronajahr 2020 einer Steigerung um knapp 14 Prozent, wie die Fluggesellschaft am Donnerstag mitteilte. Die Swiss habe von einer Erhöhung des Angebots, vor allem in den Sommermonaten, und der weiterhin starken Frachtnachfrage profitiert, heisst es.

Verlust dank Sparmassnahmen reduziert

Im dritten Quartal hatte das Unternehmen erstmals seit Beginn der Pandemie wieder einen kleinen Gewinn ausgewiesen. Diesen Trend konnte die Swiss allerdings im vierten Quartal saisonbedingt nicht fortsetzen und verbuchte einen Quartalsverlust von 36,6 Millionen Franken. Auch dank Kostensparmassnahmen konnte die Airline den operativen Verlust im Gesamtjahr jedoch um einen Drittel auf 427,7 Millionen Franken verringern.

Von den Zahlen, die man vor der Krise kannte, ist man noch meilenweit entfernt: 2019 hatte die Airline einen Umsatz von 5,3 Milliarden Franken geschrieben und einen Betriebsgewinn von 578 Millionen.

Transformation auf Kurs

In diesem Jahr lägen nun die Schwerpunkte darauf, die Kapazitäten im Vergleich zu 2019 auf bis zu 80 Prozent zu steigern und die Stabilität des Flugplans zu erhöhen, wird Swiss-Chef Dieter Vranckx in der Mitteilung zitiert.

Im Rahmen eines 2021 eingeführten Transformationsprogramms will die Swiss den «aus der Corona-Pandemie resultierenden strukturellen Veränderungen im Markt» begegnen. Im Zuge dessen reduzierte sie die Flotte um 15 Prozent und baute bis Ende des letzten Jahres 1700 Vollzeitstellen ab. Man sei mit dem Programm auf Kurs, heisst es. Dadurch könne man langfristig 500 Millionen Franken an Kosten einsparen, wird Finanzchef Markus Binkert zitiert.

Von den staatlich garantierten Unterstützungskrediten über 1,5 Milliarden Franken habe man dank eines strikten Kosten- und Cash-Managements nicht mehr als die Hälfte in Anspruch genommen und bis Ende Jahr immer mehr zurückgezahlt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 3. März 2022 07:27
aktualisiert: 3. März 2022 07:36
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