Begrenzungsinitiative

«Symbolik des Bildes war uns nicht bewusst» SVP Zürich entschuldigt sich

24. Juli 2020, 09:35 Uhr
So wirbt die SVP Kanton Zürich für die Begrenzungsinitiative.
© Screenshot Twitter SVP Kanton Zürich
Um für die Begrenzungs-Initiative zu werben, hat die SVP Kanton Zürich auf Twitter ein Bild des Holocaus-Mahnmals in Berlin benutzt.

Mit einem Ja zur Begrenzungs-Initiative wird die Schweiz nicht zubetoniert! Dieser Satz steht ihn grossen Lettern auf dem Plakat der SVP Zürich, das sie heute Morgen auf Twitter geteilt haben. Dagegen alleine wäre ja noch nichts einzuwenden, wenn da nicht der Hintergrund des Plakats wäre. Dieser zeigt nämlich das Holocaust-Mahnmal in Berlin. «Zu viel ist zu viel. Ja zur Begrenzungs-Initiative», schreibt die Partei zum Tweet. Die Abstimmung dazu ist am 27. September.

Mittlerweile hat die Partei den Tweet wieder gelöscht. In der Twittergemeinde sorgte der Post für Empörung. Den Post einfach zu löschen, reiche in diesem Fall nicht aus, heisst es von verschiedenen Seiten. «Ihr habt doch einen Flick ab», schimpfen andere.

Wie Sekretär Martin Suter auf Anfage von nau.ch sagt, sei ihnen ein Fehler passiert. «Bei der internen Freigabe von mehreren Posts ist uns die Symbolik dieses Bildes nicht bewusst gewesen.»

Und: «Wir entschuldigen uns bei allen Menschen, deren Gefühle wir allenfalls mit diesem Fehler verletzt haben. Der Post war nur ganz kurze Zeit aufgeschaltet und wurde umgehend von allen unseren Medien entfernt.»

Einige Minuten später reicht Suter die Erklärung über die Herkunft des Fotos nach: «Das Bild stammt aus Adobe Stock Fotos und wird unter der Kategorie ‹Beton› angezeigt.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. Juli 2020 09:04
aktualisiert: 24. Juli 2020 09:35