Coronavirus - Schweiz

Teilnehmende einer Corona-Demo in Basel mehrheitlich ohne Maske

7. November 2020, 20:12 Uhr
Mehrere Hundert Personen haben am Samstag in Basel an einer Kungebung gegen die Corona-Massnahmen teilgenommen.
© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Basel gegen die Coronavirus-Massnahmen der Behörden demonstriert. Unsere Gesellschaft verkomme zu einer Gesundheitsdiktatur, hiess es unter anderem an der friedlichen Kundgebung auf dem Messeplatz.

In diversen Voten wurden die von den Behörden gegen die Ausbreitung des Coronavirus verordneten Massnahmen angeprangert. Insbesondere die Maskentragpflicht wurde immer wieder scharf kritisiert. Obwohl diese die einzige Auflage des Bundesrats für politische Kundgebungen ist, trug die Mehrheit der rund 500 Protestierenden keinen Mundschutz. 81 von ihnen wurden einer Personenkontrolle unterzogen.

Von den 81 kontrollierten Personen hätten 52 ein Zeugnis vorgelegt, dass sie von der Maskentragepflicht entbindet, teilte das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt am Abend mit. Die Gültigkeit der Zeugnisse werde zu einem späteren Zeitpunkt genauer überprüft. Drei der kontrollierten Personen würden wegen Diensterschwerung verzeigt.

Dabei hatten die Veranstalter um 13 Uhr zu Beginn der bewilligten Kundengebung auf die Maskentragpflicht aufmerksam gemacht und dies eine Stunde später bekräftigt. Nachdem auch die Einsatzleiterin der Basler Polizei auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte, traten nach 15 Uhr die Einsatzkräfte auf den Plan und nahmen Personenkontrollen vor.

Die Einsatzleiterin hatte zuvor bekanntgegeben, dass, wer ohne ärztliches Zeugnis keine Maske trage, an die Staatsanwaltschaft verzeigt werde. Und das werde dann teuer. Vereinzelt verliessen Kundgebungsteilnehmende darauf den Messeplatz.

Insgesamt verlief die Kundgebung friedlich. Immer wieder wurden die Behörden aber scharf kritisiert. Der Bundesrat beispielsweise wurde mit den Taliban verglichen, weil er dem Volk alles verbiete. Der Rechtsstaat werde mit Füssen getreten, hiess es auch. Und eine meinte, die ganze «Maskengeschichte» sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. November 2020 20:15
aktualisiert: 7. November 2020 20:12