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Corona-Impfung

Todesfälle trotz Impfung: «Die Wirksamkeit ist immer noch hoch»

23. September 2021, 17:20 Uhr
Gemäss BAG sind bis gestern Mittwoch 58 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, obwohl sie vollständig geimpft waren. Rund die Hälfte dieser Todesfälle wurden innerhalb des vergangenen Monats gemeldet – dafür gibt es eine einfache Erklärung.
Trotz Impfung sind seit Januar 58 Personen im Zusammenhang mit Corona gestorben.
© KEYSTONE/DPA/SVEN HOPPE

Seit Einführung der Zertifikatspflicht nehmen die Corona-Neuinfektionen ab, zeigen Zahlen des Bundesamts für Gesundheit. Auch die Intensivstationen sind weniger stark ausgelastet. Es gibt aber eine Zahl, die steigt – die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus unter den doppelt geimpften Personen.

Steigende Impfquote führt zu mehr Todesfällen

Seit Januar sind 58 Geimpfte im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (bis Mittwoch) – 27 Todesfälle meldete das BAG in den letzten vier Wochen seit dem 23. August. Somit gab es die Hälfte aller Todesfälle unter Geimpften innerhalb eines Monats. Dafür gibt es eine einfache Erklärung, schreibt das BAG auf Anfrage: «Wenn die Zahl der Infektionen steigt und die Zahl der Geimpften zunimmt, steigt auch die absolute Zahl der trotz Impfung Infizierten und damit die absolute Zahl der Todesfälle trotz Impfung.»

Es habe nichts mit einer abnehmenden Wirksamkeit des Impfstoffs zu tun. Gemäss BAG ist die besonders gefährdete Gruppe der über 80-Jährigen durch die Impfung zu 95 Prozent vor einem tödlichen Ausgang einer Coronainfektion geschützt. «Die mRna-Impfstoffe sind sehr wirksam und bieten ein sehr hohes Schutzniveau. Das Risiko an Covid zu sterben, ist bei Ungeimpften im Vergleich zu Geimpften stark erhöht.» Das zeigen auch die Zahlen: Insgesamt gab es seit Januar über 1'500 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus: Knapp vier Prozent der verstorbenen Personen waren geimpft.

Schutz vor leichtem Verlauf nimmt ab

Was gemäss aktuellem Wissenstand einige Monate nach der Impfung abnehme, sei der Schutz geimpfter Personen gegenüber leichten und asymptomatischen Infektionen. Das aufgrund der zirkulierenden Delta-Variante. «Der Schutz gegenüber schweren Infektionen lässt kaum nach und liegt bei den älteren Personen im Alter von 65 bis 80 Jahren sechs Monate nach Impfung immer noch im Bereich von rund 85 Prozent, während er bei jüngeren Personen bei gut 90 Prozent oder mehr erhalten bleibt.»

Keine Hinweise auf Langzeitfolgen bei Impfung

Ob eine Auffrischungsimpfung allenfalls notwendig wäre, stehe zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest. Das BAG verfolge aber die neusten Erkenntnisse bezüglich Impfschutz und Impfdauer und prüfe laufend die Impfempfehlungen.

Über längerfristige Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Corona-Impfung sei aktuell übrigens nichts bekannt: «Bei der Impfung gibt es keine Hinweise auf bleibende negative Folgen für die Gesundheit.»

(abl)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. September 2021 19:32
aktualisiert: 23. September 2021 17:20