Hochschulbildung

Trotz Corona-bedingtem Mangel an Nebenjobs mehr Studenten

26. März 2021, 11:05 Uhr
Corona vermochte den bildungshungrigen jungen Leuten das Studium nicht zu vermiesen - auch wenn sie nur noch schwer Nebenjobs für ihren Lebensunterhalt fanden. 5 Prozent betrug der Anstieg der Studierenden 2020/21, bei Ausländern und Frauen wuchs die Quote etwas stärker (Bild Uni Zürich Herbst 2020)
© Keystone/ALEXANDRA WEY
Obwohl sich seit Corona viele Studenten mangels Nebenjobs keine Bude mehr leisten können, hat ihre Anzahl 2020/21 an allen Schweizer Unis zugenommen, insgesamt um 5 Prozent auf 164'575. Überdurchschnittliche Zuwächse wurden bei ausländischen Studenten verzeichnet.

Im Studienjahr davor hatte die Anzahl Studenten an manchen Unis noch abgenommen, beispielsweise in Basel, Freiburg und Neuenburg, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. In den beiden Corona-Semestern 2020/21 verzeichneten dagegen alle Hochschulen einen Anstieg.

Am stärksten war er in der Università della Svizzera italiana mit 12,8 Prozent, gefolgt von Genf, Lausanne und ETH Zürich mit Zunahmen von 7,6 bis 6 Prozent. Am geringsten gefragt waren Basel, St. Gallen und Freiburg mit einem Plus von 2 bis 2,8 Prozent.

Überdurchschnittlich zugenommen haben die ausländischen Studenten - insgesamt knapp 52'000 - mit 6,4 Prozent. Auf der Stufe Master betrug das Plus sogar 10 Prozent. Drei Viertel der ausländischen Studenten stammten aus Europa, zwei Drittel aus der EU, mehr als ein Fünftel aus Deutschland, etwas weniger aus Frankreich. Asien war mit 14,1 Prozent der zweitstärkste Herkunftskontinent, Amerika mit 5,8 Prozent die Nummer drei, 4,9 Prozent der Studentenschaft stammte aus Afrika, 0,3 Prozent aus Ozeanien.

Frauen sind seit zehn Jahren in der Mehrheit

Frauen liegen mit einem Zuwachs von 6 Prozent leicht über dem Schnitt. Die Mehrheit haben sie schon seit zehn Jahren. 85'321 Frauen studierten 2020/21 an Schweizer Hochschulen, das sind 52 Prozent der gesamten Studentenschaft. Den höchsten Frauenanteil haben die Uni Genf mit 62,7 Prozent, gefolgt von Neuenburg mit 61,1, Lausanne mit 57,7, Zürich mit 58,2 und Luzern mit 57,1 Prozent.

Traditionell studieren Frauen am liebsten Geistes- und Sozialwissenschaften. 2020/21 machten sie in dieser Studienrichtung knapp 69 Prozent der Studierenden aus, etwa gleichviel wie vor zehn Jahren. An allen anderen Fakultäten nahm der Frauenanteil um je 2-3 Prozentpunkte zu.

Die «Hitparade» der Studienrichtungen mit den höchsten Frauenquoten hinter den Geistes- und Sozialwissenschaften: Medizin (63 Prozent), Rechtswissenschaften (60), Exakte und Naturwissenschaften (40), Wirtschaftswissenschaften (36) und Technische Wissenschaften (31 Prozent).

Quelle: sda
veröffentlicht: 26. März 2021 11:05
aktualisiert: 26. März 2021 11:05