Militär

Trotz Corona: Sommer-RS soll wie geplant stattfinden

17. Mai 2020, 08:45 Uhr
Die Sommer-RS soll wie geplant stattfinden.
© Keystone
Die Schweizer Armee will nach dem Corona-Einsatz zurück zur Normalität finden. Die Sommer-Rekrutenschule soll deshalb wie geplant Ende Juni starten. Wegen der Corona-Pandemie gelten aber strikte Hygiene- und Verhaltensregeln.

Die Rekrutierung für die Sommer-RS wird bereits Ende Monat fortgesetzt. Dies berichtet das Schweizer Radio SRF und beruft sich dabei auf eine Mitteilung der Armee. Demnach hat die Armee ein Schutzkonzept erarbeitet, damit die Sommer-RS wie geplant durchgeführt werden kann.

RS-Start am 29. Juni

Sofern sich die derzeitige Situation rund um das Corona-Virus nicht gravierend verändert, beginnt die Sommer-Rekrutenschule am 29. Juni. Dies ist aber nur mit einem umfassenden Schutzkonzept möglich, welches dafür sorgt, dass Hygiene- und Verhaltensregeln eingehalten werden.

Einbahnsysteme und Schlafplätze in Fahrzeugen

Das strenge Schutzkonzept der Armee betrifft demnach alle Bereiche der RS. In den Kasernen und Unterkünften werden beispielsweise zusätzliche Möglichkeiten zum Händewaschen zur Verfügung gestellt. In den Gängen und Treppenhäusern sollen Einbahnsysteme und Absperrungen für Sicherheit sorgen. Auch Essen und Duschen dürfen die Armeeangehörigen nur gestaffelt. Wenn es um Schlafen geht, seien die Abstände zwischen den Betten vergrössert worden. Zudem seien diverse improvisierte Schlafplätze in Fahrzeug- und Sporthallen eingerichtet worden.

Ausbildung in kleinen Gruppen

In der Ausbildung setzt die Armee konsequent auf kleine Gruppen. Ist es dennoch nicht möglich, dass die Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundes nicht eingehalten werden können, werden die Armeeangehörigen Schutzmasken tragen.

Ansturm auf Sommer-RS

Wie das Schweizer Radio SRF weiter berichtet, sei ein regelrechter Ansturm auf die Sommer-RS verzeichnet worden. Dies würden Recherchen der NZZ zeigen. Demnach wollen viele ihren Dienst vorziehen, weil sich ihre Lebensumstände während der Corona-Krise verändert haben. Die Armee habe 500 Umbuchungen erhalten, sagte der Sprecher Daniel Reist gegenüber der Zeitung. Beispielsweise, weil Armeeangehörige längere Reisen geplant hatten, infolge der Corona-Pandemie aber umdisponieren müssen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. Mai 2020 07:50
aktualisiert: 17. Mai 2020 08:45