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Beziehungen und Geld

Über 90 Prozent wissen, wie viel Geld ihr Partner verdient. Du auch?

1. Dezember 2020, 10:56 Uhr
Die Themen Geld und Lohn sind in der Schweiz noch immer grösstenteils tabu. Mit einer Studie wollte die Bank Cler herausfinden, wie in Beziehungen über das Thema gesprochen wird. Fazit: Die meisten Leute wissen, wie viel ihr Partner verdient; bei der Frage, ob der besserverdienende Partner auch anteilsmässig mehr bezahlen soll, sind sich Männlein und Weiblein nicht einig.
In Schweizer Beziehungen wird offen über Geld gesprochen.
© Keystone

Ja das Geld, das liebe Geld... Man könnte meinen, es sei, neben der klassischen Frage, wer den Müll rausbringt, der Streitfaktor in Beziehungen. Laut einer von der Bank Cler in Auftrag gegebenen Studie ist dem nicht so. Zwar sprechen fast 60 Prozent den Partner darauf an, wenn der Partner für sie unnötig Geld ausgegeben hat. Für über die Hälfte der Befragten ist das aber selten bis nie ein Grund für Streit in der Beziehung.

Was man aus der Studie auch herauslesen kann: Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern scheint wirklich vorhanden zu sein, denn: Frauen sind mit 56 Prozent zufriedener mit dem Lohn des Partners als umgekehrt.

Bei der Partnerwahl spielt Geld keine Rolle

Auch bei der Kostenaufteilung macht sich das bemerkbar. Bei der Frage, ob der besserverdienende Partner sich auch mehr an gemeinsamen Ausgaben beteiligen soll, sagen 55 Prozent nein, das komme gar nicht in Frage. Beide Partner sollen immer gleich viel bezahlen. Dieser Ansicht sind denn auch mehr Männer als Frauen. Die anderen 45 Prozent sind der Meinung, wer mehr verdient, soll auch mehr bezahlen. Logischerweise sind es hier mehr Frauen, die dieses Anliegen unterstützen.

Übrigens auch interessant: Für 86 Prozent der Befragten spielte Geld bei der Partnerwahl keine Rolle.

Zur Studie: Befragt wurden 507 Personen aus der Deutschschweiz im Alter von 15 bis 65 Jahre. Die Online-Umfrage fand vom 22. Oktober bis 24. Oktober 2020 statt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Deutschschweiz. Die Fehlerquote liegt bei knappt drei Prozent.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 1. Dezember 2020 17:30
aktualisiert: 1. Dezember 2020 10:56