«Bird Strikes»

Vermehrt Zusammenstösse von Vögeln und Flugzeugen

St.Galler Tagblatt / Benjamin Weinmann, 14. Februar 2022, 07:17 Uhr
Weil sich die Tiere an die Ruhe am Himmel gewöhnt haben, nehmen Kollisionen mit Flugzeugen wieder zu. Die sogenannten «Bird Strikes» können zu brenzligen Situationen führen.
Die Vögel haben sich an die Ruhe während Corona gewöhnt.
© Keystone
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Vogel-Kollisionen kommen selten aber regelmässig vor und in den allermeisten Fällen gehen sie glimpflich aus. Doch in letzter Zeit ist die Zahl der Zusammenstösse gestiegen. Schuld sei die Pandemie, denn Corona sorgte eine Weile lang für eine weltweite Flugzeug-Flaute. Die Vögel haben sich daran gewöhnt.

«In Summe wurden 2021 mehr Vogelschläge verzeichnet als in den letzten zwei Jahren», sagt Raffaela Ackermann, Sprecherin des Flughafen Zürichs, gegenüber dem «St.Galler Tagblatt». Vor allem die Rauchschwalben, Mauersegler und Turmsegler sind betroffen. Rolf Kunz, Präsident der ornithologischen Gesellschaft Zürich, sagt: «Flughäfen mit ihren grossen Grünflächen waren schon immer attraktiv für Vögel. Da ist es nur logisch, dass sie mit weniger Lärm noch attraktiver geworden sind.» Ohne Flugzeuge würden die Vögel eine riesige, ungestörte Fläche ohne Menschen und Hunde antreffen.

Damit solche «Bird Strikes» nicht passieren, sorgt am Flughafen Zürich ein Wildhüter für einen möglichst reibungslosen Alltag für Mensch und Tier. Zur Abschreckung der Vögel werden auch Knallpatronen eingesetzt.

(red.)

St.Galler Tagblatt / Benjamin Weinmann
Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 14. Februar 2022 07:17
aktualisiert: 14. Februar 2022 07:17