Viele Bio-Felder sind mit Pflanzengiften belastet

7. April 2019, 10:24 Uhr
Über 90 Prozent der Felder sind nicht sauber
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Über 90 Prozent der Felder sind nicht sauber

Die Felder der meisten Bio-Betriebe im Mittelland sind mit Pestiziden verseucht. Das berichtet die "NZZ am Sonntag" unter Berufung auf eine Studie der Universität Neuenburg.

Laut dem Bericht sind 93 Prozent der Bio-Äcker mit Pflanzengiften belastet. Die Forscher haben auf 62 Bauernhöfen über 700 Boden- und Pflanzenproben entnommen und auf Rückstände von Neonicotinoiden untersucht. Das sind jene Pflanzengifte, die wegen des Bienensterbens in die Kritik geraten sind. Nicht nur in den Böden der konventionellen Betriebe und von Bio-Höfen fanden sich Rückstände des Gifts. Auch auf über 80 Prozent der Böden und Pflanzen von ökologischen Ausgleichsflächen wurden die Forscher fündig. Im Biolandbau sind synthetische Insektizide verboten. Wind und Wasser dürften die Gifte von benachbarten Feldern verfrachtet haben.

Erschreckende Ergebnisse

Für Bio Suisse ist die Nachricht "erschreckend", wie der Dachverband der Bio-Produzenten der Zeitung mitteilte. Er fordert unter anderem eine stärkere Einschränkung schädlicher Pflanzenschutzmittel. Das Bundesamt für Landwirtschaft und der Bauernverband betonten, das von den fünf Wirkstoffen in der Studie mittlerweile drei verboten seien. Die geringen nachgewiesenen Konzentrationen seien vertretbar.

veröffentlicht: 7. April 2019 10:06
aktualisiert: 7. April 2019 10:24