Dos and Don'ts

Was man bei einem Gewitter auf keinen Fall tun sollte

23. Juni 2022, 17:44 Uhr
Heftige Regenfälle und ein Donnergrollen: Schweizweit blitzt und donnert es abends teilweise heftig. Wir sagen dir, was du bei einem Gewitter unbedingt vermeiden solltest. Und räumen gleich noch mit gängigen Gewittermythen auf.

Aktuell rollen jeweils abends Gewitterwolken über weite Teile der Schweiz und drücken die sommerlichen Temperaturen deutlich. Doch was sind eigentlich die richtigen Verhaltensregeln bei einem Gewitter?

Raus aus dem Wasser

Während man in Gebäuden bei einem Gewitter relativ sicher ist, aber vor allem in Altbauten darauf verzichten sollte, zu baden oder zu duschen, ist ein Aufenthalt im Freien deutlich unangenehmer. Ist man gerade am Baden, gilt auch hier die Regel: Sofort raus aus dem Wasser.

Wird man aber zum Beispiel beim Wandern von einem heftigen Sommergewitter überrascht, sollte man so schnell wie möglich nach einer Schutzmöglichkeit suchen. Ist eine solche nicht in Aussicht, sollte man sich so klein wie möglich machen. Auf Ebenen ist man in einer Senke vor Blitzen besser geschützt. Wichtig ist hier auch, sofort den Wanderrucksack ausziehen. Diese haben häufig ein eingenähtes Metallgestell, dass den Tragekomfort erhöht und für eine gute Lastenverteilung auf dem Rücken sorgt. Metall zieht den Blitz zwar nicht direkt an, leitet ihn aber sehr gut. Und da Rucksäcke meist eng am Körper getragen werden, herrscht hier Verbrennungsgefahr.

Der Blitz sucht sich den höchsten Punkt

Generell gilt, dass sich Blitze gerne den höchsten Punkt suchen, in den sie einschlagen können. Aus diesem Grund sind Unfälle mit Reitern recht häufig, da sie oft den höchsten Punkt in einer Ebene einnehmen. Ähnliches gilt übrigens auch für Golfspieler. Da Golfplätze in der Regel sehr flache Gelände sind, ist der einzelne Golfer oft der höchste Punkt – und zwar weit und breit.

Keinesfalls sollte man unter freistehenden Bäumen Schutz suchen. Diese können nämlich Blitze anziehen. Keinen Sinn ergibt hier die alte Bauernregel «Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen». Dem Blitz ist es nämlich egal, ob er in Eichen, Buchen oder Kiefern einschlägt. Mitten im dichten Wald ist es trotzdem relativ sicher. Schliesslich hat der Blitz mehrere Bäume zur Auswahl, die er treffen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass es derjenige ist, neben dem man steht, ist geringer.

Wie sicher ist man im Auto?

Ein weiterer Gewitter-Mythos ist jener, dass Blitze nie an der gleichen Stelle einschlagen. Auch das ist falsch. Im Empire State Building in New York schlägt durchschnittlich 23 Mal im Jahr ein Blitz ein.

Relativ häufig hört man auch, dass man in einem fahrenden Auto bei einem Gewitter am sichersten ist, da die Gummireifen dazu führen, dass keine Blitze das Auto treffen. So ganz stimmt diese Annahme jedoch nicht. Zwar bilden Auto guten Schutz vor Blitzen. Jedoch sollte man bei schweren Unwettern auf keinen Fall weiterfahren. Unfälle aufgrund von schlechter Sicht, umgefallenen Bäumen oder herabstürzenden Ästen kommen überdurchschnittlich häufig vor und enden nicht selten mit recht schwerwiegenden Folgen.

(baz)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 23. Juni 2022 17:10
aktualisiert: 23. Juni 2022 17:44
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