Psychische Gesundheit

Was tun, wenn einem alles zu viel wird?

28. April 2020, 17:14 Uhr
Der momentane Lockdown kann eine grosse psychische Belastung darstellen.
© PilatusToday
In Zeiten des Coronavirus wird die menschliche Psyche teilweise hart auf die Probe gestellt. Es fehlt der direkte Kontakt zu den Mitmenschen und es kommen teilweise zusätzliche Belastungen wie Kinderbetreuung oder Homeoffice hinzu. Was man für die psychische Gesundheit tun kann.

Aufgrund des Coronavirus gibt es aktuell zahlreiche Einschränkungen und Regeln einzuhalten. Hinzu kommt für viele die grosse Ungewissheit, wie es künftig weitergeht, sei es beruflich oder auch bei privaten Plänen. Damit fertig zu werden, fällt nicht allen leicht. Daher gibt es auch zahlreiche Hilfestellungen.

«Wie geht es dir?»

Der Name ist bei dieser Kampagne Programm. Es gibt sie in den Kantonen Luzern, Schwyz, Zürich und Bern und sie wurde in Zusammenarbeit mit Pro Mente Sana ins Leben gerufen. Im Zentrum steht das echte Interesse am psychischen Wohlergehen der Mitmenschen, wie es in einer Mitteilung heisst.  Auf der Homepage erhält man Tipps und Anregungen, was der Psyche gut tun könnte.

Die Kampagne existierte bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Doch die Tipps und Hilfestellungen wurden aus aktuellem Anlass weiter ausgebaut und angepasst. Zu dem werden zahlreiche weitere Anlauf- und Hilfestellen für spezifischere Fragen vermittelt.

Was kann man selbst tun?

Bei manchen Tiefs können schon kleine Aktivitäten helfen, um Druck abzubauen und die Psyche etwas zu entlasten. Online werden zehn «Impulse» dazu aufgelistet.  Wir haben euch einige davon zusammengefasst.

  • Kreativ sein

Die Zeit nutzen, um Neues zu entdecken. Vielleicht wolltest du schon immer eine Sprache oder ein Instrument lernen? Oder du probierst dich durch Grossmutters Rezepte? Ob Malen, Basteln oder Schnitzen, lebe dein handwerkliches Talent aus. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

  • Aktiv sein

Leichte sportliche Übungen im Wohnzimmer, mit dem Staubsauger durch die Wohnung tanzen, Fenster putzen oder zu Fuss Botengänge für die Nachbarn erledigen: Hauptsache kein Trübsal blasen. Auch Brett- und Kartenspiele können einem auf Trab halten bieten gleichzeitig eine Beschäftigung für die ganze Familie.

  • In Kontakt sein

Der Kontakt zu Freunden und Familien stellt für die psychische Gesundheit ein grosser Faktor dar. Daher ist es wichtig, trotz des «Social Distancing» in Kontakt zu bleiben.Nutze die Vorteile des digitalen Zeitalters mit Social Media! Und für wen das nichts ist, kann immer noch auf traditionellere Mittel zurück greifen. Wann hast du zuletzt einen Brief oder eine Postkarte verschickt? Der Empfänger wird sich sicher freuen.

  • Hilfsbereit sein

Corona ist die Zeit, in der man Hilfe anbietet aber die angebotene Hilfe auch annehmen darf. «Gemeinsam statt einsam» ist die Devise. Und wer weiss, vielleicht ergeben sich dadurch auch neue Freundschaften.

  • Informiert sein

Hier ist das Mass entscheidend. Es ist wichtig, gut informiert zu sein, um nicht auf Fake-News oder Halbwahrheiten hereinzufallen. Gleichzeitig kann die News-Flut auch sehr belastend sein. Daher: Nicht zu viel des Guten. Ratsam ist, sich einmal pro Tag bei zuverlässigen Quellen zu informieren. Bestenfalls jedoch nicht vor dem Schlafengehen.

Du hast noch nicht genug? Weitere Tipps gibt es hier

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. April 2020 17:14
aktualisiert: 28. April 2020 17:14