Studie

Wer auf dem Land lebt, wird medizinisch schlechter versorgt

22. März 2021, 06:56 Uhr
Wer in der Nähe eines grossen Zentrumsspitals wohnt, wird medizinisch besser versorgt. (Archivbild des Spitals Wolhusen)
© KEYSTONE/SIGI TISCHLER
Eine neue Studie zur Diagnose von seltenen Krankheiten deckt grosse Unterschiede bei der medizinischen Versorgung auf. Wer in der Nähe eines Zentrumsspitals wohnt, hat bessere Karten bei seltenen Krankheiten.

«Wenn jemand zum Beispiel im Toggenburg lebt, hat er 60 Prozent kleinere Chancen, dass eine solche Erkrankung erkannt wird, als in der Nähe eines Zentrumsspitals», sagt Martin Brutsche, Chefarzt am Kantonsspital St.Gallen, gegenüber der «Luzerner Zeitung».

Laut der Studie, die im Fachmagazin «Orphanet Journal of Rare Diseases» publiziert wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Fehldiagnose je weiter jemand von einem Spital mit Spezialistenabteilung entfernt lebt.

Dies hänge auch mit der Anzahl seltenen Krankheitsfällen zusammen. «Wir haben festgestellt, dass es mindestens 7'000 Fälle pro Jahr in einem Spital braucht, um eine genügende diagnostische Qualität zu erreichen», sagt der Pneumologe Brutsche.

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(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 22. März 2021 06:56
aktualisiert: 22. März 2021 06:56