Gegen Rassismus

«Wir dürfen das Thema weder dramatisieren, noch verharmlosen»

Martina Odermatt, 11. Oktober 2020, 18:06 Uhr
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Quelle: Pilatus Today

In unserer Reihe haben wir verschiedene Leute zum Thema Rassismus zu Wort kommen lassen. Wie beurteilen Menschen die Situation, die täglich mit Zugewanderten zu tun haben? Wie hat sich die Gesellschaft aus ihrer Sicht in Punkto Rassismus verändert? Haben wir uns gebessert?

Schweizer und richtige Schweizer

Sibylle Stolz stellt der Bevölkerung kein schlechtes Zeugnis aus. Sie ist Leiterin der Abteilung Quartiere und Integration bei der Stadt Luzern. «Unsere Gesellschaft hat sich daran gewöhnt, dass es unterschiedliche Menschen gibt», sagt sie. Und doch gibt es Situationen, wo Zugewanderte zu spüren bekämen, dass sie eben nicht «richtige» Schweizer sind, etwa bei der Wohnungs- oder Lehrstellensuche. «Gerade weil einige Menschen halt anders aussehen, erleben sie weniger Chancengerechtigkeit», so Stolz. Laut ihren Erfahrungen würden Zugewanderte aber  selten direkt beleidigt, sondern sie spüren auf eine subtile Art, dass sie nicht dazu gehörten.

Wie schaffen wir es als Gesellschaft, uns zu bessern? 

«Wir müssen anerkennen, dass es Rassismus gibt. Aber wir dürfen das Thema weder dramatisieren, noch verharmlosen», sagt Hamit Zeqiri vom Kompetenzzentrum Migration Fabia in Luzern. Wir müssten einfach authentisch und unverkrampft miteinander kommunizieren, nicht übervorsichtig sein. «Und wenn man es nicht immer schafft, dann ist das auch einfach menschlich.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 11. Oktober 2020 18:01
aktualisiert: 11. Oktober 2020 18:06