Point de Presse

«Wir dürfen uns nichts vormachen» – zweite Welle noch nicht überwunden

27. November 2020, 15:49 Uhr
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Quelle: CH Media Video Unit

Die Corona-Fallzahlen sind weiterhin leicht rückläufig, mittlerweile sinkt auch die Positivitätsrate, bestätigte die BAG-Vertreterin Virginie Masserey an der Medienkonferenz vom Freitag. Um diese positive Entwicklung beizubehalten, rät sie, die Festtage frühzeitig zu planen. Das BAG hat dazu Tipps und Tricks auf der Website publiziert.

Die zweite Welle sei intensiver als die erste in Anbetracht auf die Hospitalisierungen und Todesfälle, so die Leiterin der Infektionskontrolle Masserey. Auch daure die Peak-Zeit länger. Zurzeit nähmen die Corona-Patienten 60 Prozent der Intensivbetten in Beschlag. «Wir dürfen nicht auf diesem hohen Niveau bleiben», spricht Masserey Klartext.

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Wann sind wir über den Berg?

Der aktuelle Rückgang der Fallzahlen ginge hauptsächlich auf das Konto der Westschweizer Kantone, gibt der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen zu bedenken. Diese hatten auf hohe Fallzahlen mit strengen Massnahmen reagiert. Ab dem 10. Dezember dürfen Restaurants in den Westschweizer Kantonen Waadt, Neuenburg, Freiburg, Genf und Jura wieder öffnen. Es sei nicht sicher, ob die jüngst erfreuliche Entwicklung so weitergehe.

Macht die Bevölkerung genügend gut mit?

Steffen stellt erfreut fest, dass die Masken immer mehr akzeptiert werden. Der Schweizer Sonderweg in Europa mit nur regionalen Teil-Slowdowns könne aber nur funktionieren, wenn der Grossteil der Bevölkerung mitmache und die Massnahmen befolge. «Sonst wird das auf die Dauer nicht funktionieren.»

Warum wird weniger getestet?

«Entweder sind die Leute weniger krank, was die positive Erklärung wäre. Oder die Leute zögern, weil sie nicht in Isolation oder Quarantäne wollen», so Virginie Masserey von der Infektionskontrolle. Allerdings sei es zwingend nötig, sich bei Symptomen testen zu lassen, da man spätestens dann ansteckend sei. Nur so könne man auch Quarantäne für Mitmenschen verhindern.

Weshalb ist die Schweiz in Sachen Impfstoff langsamer als die Nachbarländer?

«Schweiz steht bei der Impfung anderen Ländern nicht nach», versichert Virginie Masserey. Es bestehe kein Tempo-, sondern ein Kommuniktaionsunterschied. Deutschland und andere Länder hätten halt schon kommuniziert, dass man bald impfe, die Schweiz nicht. «Niemand hat die Phase-3-Studien gesehen. Kein Mensch kann sagen, ab wann geimpft werden kann.»

Kommt eine nationale Teststrategie für Pflegeheime wie in manchen Nachbarstaaten?

Es sei den Kantonen bereits jetzt freigestellt, systematische Tests in Heimen zu empfehlen. Allerdings sei man auf Bundesebene am diskutieren, bald eine breiter abgestützte Empfehlung abzugeben.

Eine Milliarde mehr für Corona-Härtefälle

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Der Bund hat bisher 26 Milliarden Franken Covid-19-Kredite zur Verfügung gestellt, so Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung (SECO). Nun komme eine weitere Milliarde für Härtefälle dazu.

BAG-Tipps für die Festtage

Das BAG rät, die Feiertage frühzeitig zu planen, damit man sie trotz Pandemie mit Familie und Freunden verbringen kann. Dazu wurden auf der Website einige Verhaltenstipps aufgeschaltet.

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Hier gibt's den ganzen Liveticker zum Nachlesen:

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 27. November 2020 15:21
aktualisiert: 27. November 2020 15:49