Coronavirus

Zivilschutz unterstützt Kantone im Kampf gegen die Pandemie

10. Dezember 2021, 10:58 Uhr
Der Bundesrat setzt zur Bewältigung der Pandemie wieder Angehörige des Zivilschutzes ein. Diese sollen bis zum 31. März die Kantone namentlich bei der Kontaktverfolgung und der Impfkampagne unterstützen. Vorgesehen ist ein Kontingent von maximal 100'000 Diensttagen.
Eine mobile Impftruppe des Zivilschutzes im letzten Januar im waadtländischen Gollon. (Archivbild)
© KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

Hintergrund des Entscheids ist die Zunahme der Corona-Neuansteckungen und der Hospitalisationen im Zusammenhang mit Covid-19, wie die Landesregierung am Freitag mitteilte. Auch sei die Belegung der Intensivstationen in den vergangenen Wochen gestiegen.

Die Kantone verzeichneten deshalb wachsenden Unterstützungsbedarf und hätten bereits begonnen, wieder vermehrt auf Zivilschützer und Zivilschützerinnen zurückzugreifen, hiess es.

Es handelt sich um das dritte Bundesratsaufgebot des Zivilschutzes seit Beginn der Pandemie – das zweite war Ende Oktober beendet worden. Der Bund rechnet mit Kosten von maximal 2,75 Millionen Franken.

Wie und wo der Zivilschutz genau eingesetzt wird, entscheiden die Kantone. Es gelte das Subsidiaritätsprinzip, betonte der Bundesrat im Communiqué. Gedacht sei der Einsatz namentlich zur Überbrückung von Personalengpässen im Gesundheitswesen, bei den Auffrischimpfungen sowie bei der Nachverfolgung möglicher Ansteckungsketten. Grundsätzlich sollten diese Aufgaben jedoch mit Personal aus dem Gesundheitswesen oder Drittpersonen erfüllt werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 10. Dezember 2021 10:58
aktualisiert: 10. Dezember 2021 10:58
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