Coronaviurs - Schweiz

Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin fordert mehr Sonntagsverkäufe

23. Januar 2021, 10:05 Uhr
Dieses Jahr soll es mehr Sonntagsverkäufe als üblich geben, fordert die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. (Symbolbild)
© KEYSTONE/WALTER BIERI
Die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) verlangt, dass der Bund dieses Jahr mehr Sonntagsverkäufe als üblich bewilligt. Damit soll der von der Coronakrise gebeutelte Detailhandel unterstützt werden.

«Als Volkswirtschaftsdirektorin des grössten Wirtschaftskantons verlange ich vom Bund, dass er es den Läden erlaubt, die gestrichenen Sonntagsverkäufe vom letzten Jahr nachzuholen», sagte Walker Späh in einem Interview, welches am Samstag in den Zeitungen der CH Media Gruppe erschien.

Idealerweise sollten die Nachholtermine in die Vorweihnachtszeit fallen, so die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin weiter. Zu den gesetzlich erlaubten vier Sonntagsverkäufen sollen dieses Jahr vier weitere hinzukommen. Die Bewilligung einer solchen Ausnahmeregelung falle in die Kompetenz des Bundesrates.

Flexiblere Regelungen gefordert

Auch unabhängig von Corona will die Zürcher Regierungsrätin die Ladenöffnungs- und Arbeitszeiten liberalisieren. Das aktuelle Arbeitsgesetz und die Ladenöffnungszeiten würden nicht mehr der Lebenswirklichkeit entsprechen. Es sei an der Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden.

So seien diejenigen Läden, welche am Sonntag öffnen dürften, vor der Coronakrise jeweils gut besucht gewesen. Und es würden sich auch besonders viele Personen auf Stellen mit Sonntagsarbeit bewerben.

Politisch sind Walker Spähs Forderung umstritten. Vor acht Jahren lehnten die Stimmberechtigten im Kanton Zürich beispielsweise eine kantonale Volksinitiative für liberalere Ladenöffnungsszeiten ab. Die grossen Gewerkschaften lehnen eine Ausweitung der Sonntagsarbeit im Verkauf grundsätzlich ab.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. Januar 2021 10:05
aktualisiert: 23. Januar 2021 10:05