Ratgeber

Baumängel im Neubau: Was nun?

Carmen Zettel, 28. März 2022, 14:31 Uhr
Und plötzlich wird aus dem Traum vom Neubau ein Alptraum! Was tun? Hier erfährst du was du unbedingt beachten musst.
Was tun bei Baumängel im Neubau
© Baumängel Neubau

Es gibt kaum einen Neubau oder Umbau ohne Mängel. Häufig stehen die Handwerker unter Kosten- und Zeitdruck. Dadurch häufen sich Mängelrügen. Auch die Coronakrise hat viele Hausbesitzer negativ überrascht. Dann z.B., wenn der Geschirrspüler auch Wochen nach der Lieferfrist nicht geliefert wurde. «Die Nummer 1 bei den Mängeln im Neubau ist das Thema Feuchtigkeit», sagt Stéphanie Bartholdi, Juristin beim Hauseigentümerverband Schweiz.
«Dazu gehört Feuchtigkeit im Keller, an der Fassade oder auch im Gebäudeinnern mit Schimmelbildung.» Weitere häufige Mängel sind aber auch falsch verlegte Böden. Solche Mängel können Neubauten teilweise um Tage, im schlimmsten Fall auch um Wochen verzögern.

Bauabnahme

Aus diesem Grund ist die Bauabnahme der wichtigste Tag in einem Neubau. Dann muss das Haus vom Keller bis zum Dach auf mögliche Schäden geprüft werden. Ab diesem Tag laufen alle Garantie- und Rügefristen. Rechtlich gilt zum Beispiel für ein Haus eine Verjährungsfrist von 5 Jahren, bei Haushaltsgeräten wie Kühlschrank oder Waschmaschine liegt diese bei 2 Jahren. In dieser Zeit muss der Verkäufer oder Unternehmer alle Mängel beheben, welche sofort gemeldet wurden. Dies können falsch montierte Fenster sein, Parkettschäden oder eine Waschmaschine, welche nicht richtig läuft. Darum ist es wichtig, dass alle Punkte auf einem Abnahmeprotokoll vermerkt werden.

Wie du bei einem Mangel am besten vorgehst, damit du zu deinem Recht kommst, siehst du im Video.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. März 2022 18:00
aktualisiert: 28. März 2022 18:00