Umbauprofis Garten

Sidonia Hess aus Emmetten

21. April 2021, 12:42 Uhr
Sidonia Hess aus Emmetten
© PilatusToday
Wer träumt nicht vom perfekten Garten ausgestattet mit wunderschönen Pflanzen und einer herrlichen Atmosphäre. Doch nur du bestimmst wem dieser Traum in Erfüllung geht. Stimme jetzt für deinen Lieblings-Garten ab!

Vielen Dank, liebes Radio Pilatus Team, dass ihr Euch unserem Gartenprojekt annehmt. Wir sind die Familie Hess. leben, wenn der Umbau beginnt, seit einem Jahr in Emmetten. Aktuell zaubert uns unser Sohn Giosch täglich ein Lächeln aufs Gesicht. Wenn schon bald die Bagger der Firma Hodel vorfahren, wird einer an den Fenstern kleben und vor lauter Neugier verpassen, dass ein kleiner Bruder die Familie komplett macht. Rechtzeitig auf den nächsten Frühling, wenn der Sandkasten plötzlich für zwei kleine Männer zum Bauparadies wird, wird hoffentlich dank Eurer Hilfe unser Garten ein Paradies für die Jungs aber auch eine Wohlfühl- und Erholoase für die Eltern. Die Baustelle unseres Garten beginnt, bevor er betreten wird. Während der Zugang ums Haus nur über einen steilen, losen Trampelpfad nie und nimmer SUVA konform möglich ist, nutzen wir den Zugang durchs Haus. Über die Gartentür, betreten wir eine Metalltreppe. Im Sommer ohne Schuhwerk schmerzhaft, die Brandblasen dürfen als Souvenir mitgenommen werden. Mit Schuwerk den mutigen vorbehalten. Der Boden unter der Treppe hat sich so stark abgesenkt, dass die Treppe nur noch an den Verankerungen in der Hauswand hält und beim Betreten schwingt. Am Geländer darf sich festhalten, wer den Nervenkitzel sucht. Das Holz ist morsch. Aber wir sind versichert. Man fällt in die Thujahecke oder auf den steilen Trampelpfad. Der Ausblick ist atemberaubend, zumindest, wenn man den Blick in die Ferne schweifen lässt. Die beiden Mythen, der Niederbauen, das Rigimassiv und der See, alle stehen sie Spalier, aber bestimmt nicht für den Garten. Denn wer den Blick zügelt, im Glauben, das Gute läge so nah, der irrt. Das steile Bord zum hauseigenen Bach hat seit vielen Jahren keine Pflege erlebt. Das Rauschen des Wassers ist ohne Bild aber sehr entspannend. Im Sommer, der Bergbach würde bestimmt herrlich erfrischen, wuchert es in alle Richtungen, so dass es aussichtslos bleibt, zum Wasser zu gelangen. Neben dem munteren, wilden Treiben der Büsche im Board, versperrt vor allem eine breite, völlig ungezähmte, teils vor allem aber braune Thujahecke den Weg in jegliche Richtungen. Die Hecke umrundet das Plateau des Gartens und raubt auf jeder Seite rund einen Meter Platz. Die Höhe der Hecke macht vor allem eins, einengen. Der Versuch, dieses Gefühl zu minimieren, ist mit der Massnahme, auf einer Länge von etwa drei Metern ein Fenster auszuschneiden, kläglichst gescheitert. Die unschöne Thuja ist an dieser Stelle nur Eins: hässlich. Von einem Sichtschutz kann nicht die Rede sein. Wer am Berg wohnt, weiss, die Nachbarn wohnen höher und haben freie Sicht. Die Experten teilen sich in zwei Lager: Hecke weg und das Bord geht mit oder: Hecke weg und hoffen, dass das Bord nicht den Bach runter geht. Der Boden, Rasen wäre gekränkt, würden wir das moosig grüne weiche am Boden als Rasen bezeichnen, ist völlig uneben und zum Bord hin deutlich abgesenkt. Ein faires Fussballspiel wird nie möglich werden, an dieser Stelle, sorry an unsere zwei Jungs -Nummer 2 kommt im August-, es gibt keinen ungeeigneteren Ort zum Tschutte. Der Boden ist so tief, dass der Rasenmäher, wir setzen ihn gelegentlich ein, um das Unkraut zu kürzen, sich ständig eingräbt, auch dann, wenn zuvor zwei Wochen die Sonne ganze Arbeit geleistet hat. Wir sind überzeugt, unser Garten wird schon bald mit der Schönheit der umliegenden Berge konkurrieren und ebenso stolz über dem Vierwaldstättersee thronen, wie die Gipfel der Alpen. Wir hoffen auf euer Voting und bedanken uns bereits im Voraus. Herzliche Grüsse Familie Hess



Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. April 2021 12:42
aktualisiert: 21. April 2021 12:42